Ärzte Zeitung online, 10.04.2018

Blut- und Urin-Tests zeigen Risiko an

Osteoporose-Check bei frühzeitigen Wechseljahren

BERLIN. Bei etwa einem Prozent aller Frauen setzen die Wechseljahre bereits vor dem 40. Lebensjahr ein. Sie haben ein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Osteoporose.

Labortests klären sowohl die Ursache von Hitzewallungen als auch, wie es um die Knochengesundheit steht, teilt das Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) mit.

Um frühzeitige Wechseljahre zu erkennen, werden üblicherweise die Hormonwerte bestimmt. Da die Hormonkonzentration in den Wechseljahren erheblich schwankt, kommt es vor allem auf das Verhältnis der Werte zueinander an. Diese sollten deshalb mehrfach kontrolliert werden, heißt es in der IPF-Mitteilung. So lassen sich verfälschende Momentaufnahmen vermeiden.

Der Rückgang des Hormons Östrogen während der Wechseljahre beeinflusst auch die Knochenbildung. Das Hormon spielt eine wichtige Rolle für den Aufbau von Knochenmasse. Nimmt diese zu schnell ab, steigt das Risiko für Frakturen. Bestimmte Marker im Urin und im Blut zeigen an, ob ein Osteoporose-bedingtes Frakturrisiko besteht.

Die Experten raten dazu, dass Frauen ab dem 50. Lebensjahr oder zwei Jahre nach der letzten Regelblutung alle fünf Jahre solche Tests durchführen lassen sollten. Weitere Infos enthalten die IPF-Faltblätter "Knochen – Osteoporose-Prävention" und "Wechseljahre". (eb)

Kostenloser Download der IPF-Faltblätter unter: www.vorsorge-online.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »