Ärzte Zeitung, 09.05.2014

Innovationsfonds

Spahn fordert bessere Studienlage

BERLIN. Der von der großen Koalition geplante Innovationsfonds soll in erster Linie den Transfer von innovativen integrierten Versorgungsmodellen in die Regelversorgung fördern. Darauf hat der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, vor Vertretern des Verbands der Diagnostika-Industrie aufmerksam gemacht.

Es gehe definitiv nicht um die Förderung von Grundlagenforschung. Mit den 300 Millionen Euro jährlich solle auch nicht mittels Scheinprojekten das Einkommen von Ärzten und Kliniken erhöht werden.

Im Augenblick sei die Funktion des Fonds noch zu abstrakt. Die Koalitionspartner müssen wohl noch einmal deutend tätig werden, damit klar werde, was beim Innovationsfond gemeint war. "Bis zum Sommer haben wir eine Idee", versprach Spahn.

Oft würden vielversprechende Versorgungsmodelle nicht in die Regelversorgung übertragen, weil es dem Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) an Daten, an Evidenz, an Studien fehle. Hier solle mit dem Geld aus dem Fonds angesetzt werden. "Dann können Sie mit 300 Millionen Euro im Jahr viel machen", sagte Spahn. (af)

Topics
Schlagworte
IV-Verträge (197)
Personen
Jens Spahn (640)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Liebe überwindet geistige Behinderung

Eine Anlaufstelle in Mainz kümmert sich, wenn Menschen mit geistiger Behinderung wegen unerfüllter Sehnsucht nach Lust und Liebe das Herz schwer ist. Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Trotzdem droht die Schließung. mehr »

Putzen schadet der Lunge ähnlich wie Rauchen

Schlechte Nachrichten für Sauberkeitsfans: Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht. Diesen Effekt fanden Forscher aber nur bei Frauen – doch sie haben dafür eine Erklärung. mehr »