Ärzte Zeitung, 23.12.2008

KBV will Stellschrauben nachjustieren

Unterschiedlich hohe Fallwerte in den KVen -das hat die KBV zum Nachdenken gebracht.

Ziel der Honorarreform war es auch, "dass es bundesweit für die gleiche Leistung auch annähernd das gleiche Geld gibt", betont KBV-Sprecher Roland Stahl. "Die Unterschiede bei den Fallwerten spiegeln die Unterschiede in der Versorgungswirklichkeit der Regionen wider."

Die mit Hilfe der Fallwerte berechneten Regelleistungsvolumen seien nicht die "einzige Vergütungsoption" für die Vertragsärzte. Hinzu kämen ja noch die Leistungen, die außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt werden. "Die meisten Kassenärztlichen Vereinigungen haben uns signalisiert, dass ihnen 2009 ausreichende Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um Härten ausgleichen zu können", berichtet Stahl.

Trotzdem sind inzwischen für die Kassenärztliche Bundesvereinigung kleine Reformen an der Honorarreform nicht mehr undenkbar. "Wir wollen uns im Bewertungsausschuss beziehungsweise in den Verhandlungen mit den Krankenkassen dafür einsetzen, dass ergänzende Möglichkeiten zum Umgang mit regionalen Sonderproblemen geschaffen werden", erklärt KBV-Sprecher Stahl. Darauf drängen mit Nachdruck vor allem die Kassenärztlichen Vereinigungen in Westfalen-Lippe sowie in Schleswig-Holstein. (juk)

Lesen Sie dazu auch:
32,48 Euro: Beim Fallwert hat Westfalen-Lippe die rote Laterne
DAS SAGEN ÄRZTE
Verlierer bei den Fachärzten

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schützt Blutdrucksenkung auch vor Demenz?

Bei medikamentöser antihypertensiver Therapie war in einer US-Studie das Demenzrisiko deutlich reduziert. Das könnte eine Hoffnung für Demenz-Patienten sein. mehr »

Hausärzte zur Kooperation mit Pflegeheimen verpflichtet

Union und SPD bringen ihr zweites Gesetzespaket in der Gesundheitspolitik auf den Weg. Es geht um ein Milliarden Euro schweres Pflege-Programm. mehr »

"Keine Angst, man schläft nicht in der Praxis!"

Zwei Mediziner mit eigener Praxis berichten Jungärzten offen von Licht und Schatten der Niederlassung. mehr »