KBV will Stellschrauben nachjustieren

Unterschiedlich hohe Fallwerte in den KVen -das hat die KBV zum Nachdenken gebracht.

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Ziel der Honorarreform war es auch, "dass es bundesweit für die gleiche Leistung auch annähernd das gleiche Geld gibt", betont KBV-Sprecher Roland Stahl. "Die Unterschiede bei den Fallwerten spiegeln die Unterschiede in der Versorgungswirklichkeit der Regionen wider."

Die mit Hilfe der Fallwerte berechneten Regelleistungsvolumen seien nicht die "einzige Vergütungsoption" für die Vertragsärzte. Hinzu kämen ja noch die Leistungen, die außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt werden. "Die meisten Kassenärztlichen Vereinigungen haben uns signalisiert, dass ihnen 2009 ausreichende Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um Härten ausgleichen zu können", berichtet Stahl.

Trotzdem sind inzwischen für die Kassenärztliche Bundesvereinigung kleine Reformen an der Honorarreform nicht mehr undenkbar. "Wir wollen uns im Bewertungsausschuss beziehungsweise in den Verhandlungen mit den Krankenkassen dafür einsetzen, dass ergänzende Möglichkeiten zum Umgang mit regionalen Sonderproblemen geschaffen werden", erklärt KBV-Sprecher Stahl. Darauf drängen mit Nachdruck vor allem die Kassenärztlichen Vereinigungen in Westfalen-Lippe sowie in Schleswig-Holstein. (juk)

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