Ärzte Zeitung, 06.12.2010

KBV will bei Kodierrichtlinien nachbessern

Letzte Vertreterversammlung vor Neuwahlen

BERLIN (sun/hom). Die KBV sieht bei den umstrittenen ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) Nachbesserungsbedarf. An der fristgerechten Einführung nach einer Übergangsfrist zum 1. Juli 2011 werde sich aber nichts ändern.

KBV will bei Kodierrichtlinien nachbessern

Ambulante Kodierrichtlinien: Auch die KBV sieht Nachbesserungsbedarf.

© Mikhail Tolstoy / fotolia.com

"Die AKR werden kommen, sie stellen einen gesetzlichen Auftrag dar", sagte KBV-Vorsitzender Dr. Andreas Köhler anlässlich der 13. KBV-Vertreterversammlung in Berlin. Damit attackierte der KBV-Chef vor allem KVen wie die KV Hessen, die sich gegen die AKR ausgesprochen und eine Verschiebung angemahnt hatten. Eine "Taktik des Verschiebens" unangenehmer Dinge in die nächste Amtsperiode sei "weder fair noch sinnvoll", so Köhler.

Die KBV sicherte jedoch zu, die Kodierrichtlinien, wo nötig, nachzubessern. "Mit Hochdruck" kümmere sich die KBV zum Beispiel "um die hausärztliche Problematik beim Kodieren", so Köhler. Denn gerade in Hausarztpraxen seien beim Kodieren Probleme aufgetreten.

Derzeit finden in allen 17 KVen die Wahlen der Vertreterversammlungen und der neuen Vorstände statt. Die konstituierende Sitzung der dann zusammengesetzten KBV-Vertreterversammlung ist für Mitte März vorgesehen, die Wahl des neuen KBV-Vorstandes für Anfang April. Köhler wie auch Vorstands-Vize Dr. Carl-Heinz Müller haben bislang nicht erklärt, ob sie für den KBV-Vorstand erneut kandidieren wollen.

Lesen Sie dazu auch:
Köhler: "Wir wollen organisieren statt regulieren"
"Nachhut-Gefechte" zu ambulanten Kodierrichtlinen

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »