Ärzte Zeitung, 09.11.2016
 

NäPA-Förderung

KV-Chef weist Weigeldts Kritik zurück

BREMEN. Bremens KV-Chef Dr. Jörg Hermann hat die Kritik des Hausärzteverbandschefs Ulrich Weigeldt an den Vorständen von KBV und KVen zugleich bestätigt und zurückgewiesen. Weigeldt hatte sich in einem offenen Brief beschwert, dass die jährlich 118 Millionen Euro für Nichtärztliche Praxisassistentinnen (NäPA) wegen der vielen Bedingungen für die Auszahlung bei den Hausärzten nicht angekommen seien (wir berichteten). Tatsächlich sei die EBM-Regelung zu den NäPas "ein Schlag ins Gesicht der meisten Hausärzte", so Hermann in seinem offenen Antwortschreiben.

"Doch es ist ein Schlag, der sich lange angekündigt hat und der auch für Sie nicht überraschend kam." Er wundere sich, warum Weigeldt als Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes nichts unternommen hat, "um ihm auszuweichen".Der Hausäzteverband hätte "seine Leute" auf die drohende Gefahr hinweisen können, um "auf eine andere Regelung hinzuwirken", so Hermann. "Und zwar jene, die Sie in Ihrem offenen Brief vehement fordern, nämlich die Gelder als Zuschlag auf die Chronikerpauschale auszuzahlen. Dieser Idee wären damals viele gefolgt – die KV Bremen mit Sicherheit." (cben)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »