Ärzte Zeitung, 14.02.2011

Neue Risiken für die Weltwirtschaft

MÜNCHEN (dpa). Der neue Wirtschaftsweise Lars Feld sieht wachsende Gefahren für die Erholung der Weltmärkte und warnt die Politik in Deutschland vor einer neuen Krisenwelle. "Die Weltwirtschaft kann in den nächsten fünf Jahren in größere Turbulenzen geraten als in den vergangenen zehn", sagte Feld der "Süddeutschen Zeitung".

Finanz- und Schuldenkrise seien noch lange nicht ausgestanden. Weil viel Geld im Umlauf sei, wachse die Gefahr größerer Ausschläge auf wichtigen Märkten. Dazu zählten seiner Ansicht nach auch Immobilienblasen und Kapriolen auf den Rohstoffmärkten. "Sie werden das System noch einige Zeit in Atem halten. Auch die Inflationsgefahr wächst", sagte Feld.

Im Kampf gegen die Geldentwertung könnten sich die Zentralbanken schwertun. Dies gleiche einer Operation, mit der Notenbanker bislang in der Praxis keine Erfahrungen sammeln konnten.

Vom ersten März an zählt der Freiburger Ökonomie-Professor zum exklusiven Kreis der fünf Wirtschaftsweisen. Sie analysieren die ökonomische Lage im Land - inklusive Handlungsempfehlungen für die Regierung.

Topics
Schlagworte
Praxis & Wirtschaft (66291)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spahn bringt TSVG im Kabinett auf den Weg

13.25 hDas Kabinett hat heute Morgen den Entwurf des TSVG durchgewunken – mit einigen Änderungen – auch zugunsten der Ärzte. mehr »

Viele falsche Vorstellungen, was Krebs verursacht

Stress, Handystrahlen und Trinken aus Plastikflaschen lösen Krebs aus, denken viele fälschlicherweise. Die wahren Risikofaktoren kennt nur jeder Zweite, so eine Studie. mehr »

Die übersehene Speiseröhren-Entzündung

Lange glaubte man, die eosinophile Ösophagitis komme nur selten vor. Inzwischen zeigt sich: Es gibt immer mehr Patienten mit dieser chronischen Entzündung der Speiseröhre. mehr »