Ärzte Zeitung, 14.11.2016

E-Card

Notfalldaten liegen im Plan

DÜSSELDORF. Ab 2018 sollen GKV-Versicherte ihre Notfalldaten auf der Gesundheitskarte speichern können. Bei seinem Rundgang über die Medizinmesse Medica ließ sich Gesundheitsminister Hermann Gröhe die einzelnen Arbeitsabläufe erläutern.

"Wir haben in der Vorbereitung des Notfalldatenmanagements besonderen Wert darauf gelegt, dass sich die Anlage der Datensätze in den Behandlungsalltag gut integriert und für Ärzte und Patienten praktikabel ist", so Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des BÄK-Telematikausschusses.

"Deshalb entwickeln wir diese Anwendung im engen Austausch mit ärztlichen Kollegen", sagte Bartmann weiter. Grundlage für den Notfalldatensatz ist das Pilotprojekt Notfalldatenmanagement (NFDM-) Sprint, in dem seit Juni dieses Jahres und noch bis Mitte November Ärzte aus der Region Münster und Umgebung mit ihrer Praxissoftware für bis zu 4000 Patienten Notfalldatensätze anlegen.

Die Datensätze werden in dem Pilotprojekt allerdings noch nicht auf der Gesundheitskarte gespeichert, sondern ausgedruckt. "Das Notfalldatenmanagement wird die erste Anwendung mit medizinischem Nutzen sein. Wir sind daher, besonders auf die Ergebnisse des Pilotprojekts NFDM-Sprint gespannt. Diese werden wir Anfang 2017 vorlegen können", sagte denn auch Alexander Beyer, Geschäftsführer der gematik. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

TSVG-Dialog mit offenem Ende

Jens Spahn (CDU) und Vertreter der Ärzteschaft haben beim mit Spannung erwarteten Dialog in Berlin die Klingen gekreuzt. Am Ende blieben Perspektiven für Kompromisse. mehr »

Suizidgefahr – Warnhinweis für die Pille

Die Pille und andere hormonelle Verhütungsmethoden sind in Deutschland weit verbreitet. Auf mögliche Folgen für die Psyche sollen Anwenderinnen künftig verstärkt hingewiesen werden. mehr »

Impfmuffel gefährden globale Gesundheit

Mangelnde Impfbereitschaft zählt laut der WHO zu den gegenwärtig größten Gesundheitsrisiken der Welt. mehr »