E-Health

Digitale Werkzeugbox für Hausärzte

Wie wirken sich Gesundheits-Apps auf die Kommunikation zwischen Arzt und Patient aus? Ein Projekt der Barmer liefert Antworten.

Veröffentlicht:

POTSDAM. Lassen sich Digital-Health-Anwendungen in der hausärztlichen Behandlung implementieren? Bringen sie Ärzten Erleichterung oder Mehraufwand? Diese Fragen will die Barmer in ihrem jüngst gestarteten Projekt „Digitale Toolbox für Hausärzte“ in Brandenburg und Hessen beleuchten.

„Die heute in Sekunden verfügbaren digitalen Anwendungs- und Informationsmöglichkeiten verändern das Arzt-Patienten-Verhältnis zunehmend. Bei über 350.000 Gesundheit-Apps ist es für Hausärzte nicht erkennbar, woher die Patienten ihre Informationen haben. Unser Projekt setzt genau hier an und verbindet die ärztliche Kompetenz mit ausgewählten digitalen Angeboten“, sagt die Chefin der Landesvertretung Berlin/Brandenburg der Barmer, Gabriela Leyh.

Gemeinsam mit Hausärzten hat die Innovationsabteilung „Barmer.i“ der bundesweiten Krankenkasse dabei acht Themen identifiziert, die Patienten beschäftigen: Rückenschmerzen, chronische und allgemeine Schmerzen, Stress, Ernährung, Diabetes, Schwindel, Reiseschutz und Hausmittel.

Dazu wurden nach vorab definierten Kriterien wie Fachlichkeit, Kostenfreiheit und Compliance-Richtlinien zwölf Apps ausgewählt, die nun in Hausarztpraxen erprobt werden.

Mit bisher rund 80 Hausärzten ist im Februar die Erprobung in Brandenburg gestartet. Dort arbeitet die Barmer mit dem Ärztenetz ANSB, den Management- und Beratungsgesellschaften KV COMM und Deltamed zusammen. Zudem kommt die Toolbox im Innovationsfonds-Projekt in Templin zum Einsatz.

In Hessen nahm das Projekt Ende März den Betrieb auf. Partner dort sind der Zusammenschluss der Ärztenetze Hessenmed, das Frankfurter Ärztenetz gnef und der Qualitätscircel Darmstadt.

Nach Angaben der Kasse lässt sich schon jetzt erkennen, dass Apps mit Übungsvideos – etwa zum Rückentraining oder gegen Schwindel – besonders gerne eingesetzt werden. Generell schätzen Ärzte den Angaben zufolge solche Apps, die das Selbstmanagement der Patienten stärken. Apps mit eigenständigen Diagnose- und Therapieempfehlungen lehnen sie dagegen eher ab. Eine systematische Evaluation ist für die Jahresmitte geplant. Danach wird entschieden, ob das Projekt bundesweit umgesetzt wird. (ami)

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