Ärzte Zeitung, 24.07.2008

Kasse ordert zehn Millionen E-Cards

KKH rüstet sich für den Start

HANNOVER (cben). Zehn Millionen elektronische Gesundheitskarten (eGK) hat die Kaufmännische Krankenkasse in Hannover (KKH) beim Münchner Kartenhersteller Giesecke & Devrient (G&D) bestellt. Die enorme Menge kommt durch die Kooperation mit 28 Betriebskrankenkassen zustande.

Nach dem AOK Bundesverband hat die KKH damit das bundesweit größte Kontingent bestellt. Es soll in der ersten "Roll-out-Region" für die eGK, der Region der KV Nordrhein, bei rund 18 000 Ärzten eingesetzt werden. Der Hersteller soll die Karten ab Januar 2009 ausliefern. Die elektronische Gesundheitskarte wird zunächst die Stammdaten des Versicherten und seinen Versicherungs- und Zuzahlungsstatus enthalten, sowie ein Foto des Besitzers.

"Die Karte ist die erste der neuen Kartengeneration eins", erklärte Thomas Hesse vom KKH-Projektteam für die eGK. Sie verfüge etwa mit einer Schlüssellänge von 2048 BIT über eine längere und damit sicherere Verschlüsselung der Daten als die Vorgänger-Karte der Generation null mit 1024 BIT, so Hesse.

Als erste potenzielle Funktion soll die Karte das elektronische Rezept beinhalten, trotz der Probleme mit der Mehrfachsignierung, so plant es die KKH. "Die Frage der Stapelrezepte ist zwar noch nicht gelöst, sagte Hesse, "aber das Problem ist in der Diskussion." Außerdem sei die Karte bereits für die elektronische Signatur vorbereitet, hieß es.

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