Ärzte Zeitung, 13.04.2011

Datenschützer Schaar hadert bei E-Card mit der Verschlüsselung

BERLIN (maw). Für den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar wirft "die schleppende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte" datenschutzrelevante Fragestellungen auf. Das hebt er in seinem Tätigkeitsbericht für 2009/10 hervor.

Ein Kritikpunkt in Sachen eGK stelle die aktuelle Verschlüsselungstechnik dar. "Die bisher ausgegebenen elektronischen Gesundheitskarten der Generation 1 sind mit einer Verschlüsselungstechnologie ausgestattet, deren Kryptoalgorithmen nach der maßgeblichen BSI-Richtlinie TR-03116 bis zum Jahr 2015 zulässig sind", betont Schaar.

Die Kassen und auch die Industrie gingen aber davon aus, dass sich die Karten betriebswirtschaftlich erst rechnen, wenn sie mindestens fünf Jahre im Gebrauch seien.

Das heißt, eigentlich müssten Karten der Generation 2 ausgegeben werden. Schaar glaubt jedoch eher, dass das BSI eine Verlängerung der Algorithmen-Laufzeit bis 2017 vornehmen wird.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Zoster-Impfempfehlung für Senioren und chronisch Kranke!

Gürtelrose ist weit verbreitet und die Therapiemöglichkeiten gegen die neuropathischen Schmerzen sind begrenzt. Die STIKO rät daher nun zum Impfschutz in Risikogruppen. mehr »

Widerspruchsregelung spaltet Ethikrat

Auch im Deutschen Ethikrat wird über die Organspende kontrovers diskutiert: Manche Mitglieder sehen eine Widerspruchslösung pragmatisch und als zumutbar für die Bürger, andere Probleme mit der Verfassung. mehr »