Ärzte Zeitung online, 17.11.2017

Entlassmanagement

E-Arztbrief: Erste Kliniken in Nordrhein mit an Bord

Der katholische Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Im Landkreis Düren sind bereits 100 Niedergelassene angeschlossen.

Von Christoph Winnat

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Digitaler Datentransfer im VPN-Tunnel über Sektorengrenzen hinweg: Bei den Caritas-Kliniken im Landkreis Düren ist das schon der Alltag.

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DÜREN. Nach mehrmonatigem Testlauf ist die digitale Kommunikation zwischen Klinikärzten und Niedergelassenen bei vier Caritas-Kliniken im äußersten Westen in NRW jetzt in den Regelbetrieb gegangen. Das teilten die Caritas sowie die Projektpartner KV Telematik, Telekom und der Verein Digital Healthcare NRW am Donnerstag mit (wie kurz berichtet). Die beteiligten Häuser: das St. Augustinus Krankenhaus und das St. Marien-Hospital (Düren Stadt), das Jülicher St. Elisabeth-Krankenhaus sowie das St. Josef-Krankenhaus in Linnich.

E-Arztbriefe und Befundberichte der Klinikärzte laufen über den Ende-zu-Ende verschlüsselten Kommunikationsdienst KV-Connect. Derzeit seien 100 Niedergelassene in der Lage, E-Arztbriefe aus den Caritas-Kliniken zu empfangen; "und es werden immer mehr", heißt es. Beabsichtigt sei, auch das Universitätsklinikum Aachen in den geschützten Mail-Verkehr einzubinden. An den technischen Voraussetzungen werde derzeit noch gearbeitet.

Der Klinikträger verspricht sich von der elektronischen Regelkommunikation unter anderem eine Verbesserung der Versorgungsqualität aber auch eine höhere Zuweiserbindung. "Durch den Postweg verlieren wir beim Entlassmanagement wertvolle Zeit und muten den Empfängern zu, das Papier scannen zu müssen. Dieser analoge Weg ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Außerdem ist das Fax für uns aus datenschutzrechtlichen Gründen fraglich", erklärt Dr. Thomas Heyer, Chefarzt der Inneren im St. Marien-Hospital.

Und auch unter den ambulant tätigen Kollegen fehlt es nicht an Bereitschaft, sich der Digitalisierung über die Sektorengrenzen hinweg zu öffnen: "Die Region Düren lebt von der hohen Motivation der Beteiligten vor Ort. Neben den Mitarbeitern in den Kliniken sind die Ärztenetze Dürener Arbeitsgemeinschaft Integrierte Versorgung und Gesundheitsverbund Jülicher Land maßgeblich beteiligt", berichtet Gilbert Mohr, Leiter der Stabstelle Telematik der KV Nordrhein.

Die Caritas Trägergesellschaft West (CTW) betreibt Kliniken, Rehaeinrichtungen, MVZ, Alten- und Pflegeheime sowie Einrichtungen zur Erwachsenenbildung. Im Landkreis Düren ist die CTW den Angaben zufolge "der größte Gesundheitsanbieter".

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