Ärzte Zeitung, 22.09.2008
 

Wiederholte Arbeitslosmeldung rettet Kindergeld

MÜNCHEN (mwo). Volljährige Kinder, die arbeitslos sind oder noch einen Ausbildungsplatz suchen, sollten sich alle drei Monate arbeitslos melden. Andernfalls geht der Anspruch auf Kindergeld verloren, urteilte der Bundesfinanzhof (BFH) in München.

Auch für den volljährigen Nachwuchs kann es noch Kindergeld geben: für Arbeitslose bis zum 21., für Kinder, die noch in Ausbildung sind oder einen Ausbildungsplatz suchen, bis zum 25. Geburtstag. Die Arbeitsagenturen streichen arbeitslose Jugendliche, die keine Leistungen beziehen, nach drei Monaten von ihrer Meldeliste.

Nach Ansicht des BFH schlägt dies auch auf das Kindergeld durch. Eine einmalige Arbeitslosmeldung reiche daher nicht aus. Vielmehr müssen sich die Kinder nach drei Monaten erneut suchend melden. Ab dem Alter von 21 Jahren ist es zudem erforderlich, das Bemühen um einen Ausbildungsplatz durch Bewerbungen, Suchanzeigen oder Ähnliches nachzuweisen, so das BFH-Urteil.

Urteile des Bundesfinanzhofs, Az: II R 68/05 und III R 66/06

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10554)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Keine Herzgeräusche im Stehen – kein Herzfehler

Mit einer simplen Methode können Ärzte pathologische von physiologischen Herzgeräuschen bei Kindern unterscheiden. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

15 Jahre nach der hochemotionalen Debatte um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen fürchten Forscher durch das Stammzellgesetz Nachteile in Deutschland. mehr »

Art der Heilung zählt fürs Honorar

Bei der Abrechnung der postoperativen Wundversorgung haben Hausärzte im EBM mehr Möglichkeiten als häufig angenommen. mehr »