Ärzte Zeitung, 20.07.2011

Auskunfteien geben mangelhafte Auskünfte

NEU-ISENBURG (reh). Unzureichend und veraltet sind häufig Infos, die Verbraucher auf Anfrage von Auskunfteien erhalten. So das Ergebnis einer nicht repräsentativen Online-Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) unter 1531 Betroffenen.

Zwar gaben 75 Prozent der Umfrage-Teilnehmer an, auf ihre Anfrage eine Auskunft erhalten zu haben. Diese empfanden 60 Prozent der Befragten jedoch als unverständlich. 51 Prozent entdeckten in den übermittelten Datenbeständen falsche oder veraltete Infos.

Und rund 15 Prozent der Befragten haben für die Auskünfte bezahlt, obwohl diese, so der vzbv, laut Bundesdatenschutzgesetz im Regelfall kostenlos seien.

Denn seit 1. April 2010 haben Verbraucher das Recht, von Auskunfteien einmal im Jahr kostenlos zu erfahren, welche Daten über sie gespeichert sind und wie diese bei Bonitätsbewertungen (Scoring) verwendet werden.

Und genau im April 2010 startete nach Angaben des vzbv auch die Online-Umfrage, die ein Jahr lang lief.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

15:41Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort rund neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. mehr »

Bangen und Hoffen bei Auslands-Briten

Das Ringen um einen Brexit-Vertrag geht auf die Zielgerade. Doch für EU-Bürger auf der Insel und Auslands-Briten ist es eine Zeit des Wartens. Das macht Großbritannien für qualifizierte Fachkräfte nicht attraktiver, meine unser Blogger Arndt Striegler. mehr »