Ärzte Zeitung online, 18.03.2014

Wachsamer Fiskus

Steuersünder kommen seltener davon

BERLIN. Die Zahl eingestellter Strafverfahren nach Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern ist einem Zeitungsbericht zufolge deutlich gesunken. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe) vorliegt.

Während 2011 nach den Regierungsangaben aufgrund von Selbstanzeigen noch 16.059 Steuerstrafverfahren eingestellt wurden, waren es 2012 nur noch 11.900.

Im Jahr 2010 wurden 16.014 Steuerstrafverfahren nach Selbstanzeigen eingestellt. Steuerhinterzieher, die sich selbst rechtzeitig und umfassend beim Finanzamt anzeigen, können so einer strafrechtlichen Verurteilung entgehen.

"Seit dem Jahr 2009 wurden nach Kenntnis der Bundesregierung insgesamt zehn Daten-CDs erworben", heißt es weiter in der Antwort der Regierung. 2010 kauften die Bundesländer demnach drei Daten-CDs, 2011 eine, 2012 vier und 2013 zwei weitere Steuer-CDs mit Kontoinformationen deutscher Staatsbürger bei Schweizer Banken.

Neue Verhandlungen über eine "umfassende Revision"des Doppelbesteuerungsabkommens mit der Schweiz würden "voraussichtlich im Mai 2014" beginnen, so die Regierungsauskunft. (dpa)

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10869)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »