Ärzte Zeitung, 26.05.2008

TIPPS FÜR DIE ARZTHELFERIN

Erstauskunft zu IGeL ist Sache der Arzthelferin

Bei der Erstauskunft zum IGeL-Spektrum in der Praxis kommt Arzthelferinnen eine zentrale Rolle zu. Mit ihrer Hilfe können sich Patienten gezielt auf das Gespräch mit dem Arzt zu einem IGeL-Angebot vorbereiten.

Von Theresia Wölker

Mit Hilfe von Plakaten oder über die Praxis-Website kann bei Patienten für das Thema Selbstzahlerleistungen um Aufmerksamkeit geworben werden. Wichtiger ist jedoch die aktive Patientenansprache der Arzthelferinnen.

  • Erklären Sie Patienten offen, dass die Kassen bestimmte Leistungen nicht bezahlen, sie deshalb in den IGeL-Bereich gehören. Sprechen Sie offen an, dass Sie nur Auskünfte zum Procedere und zum Preis geben können, zu Erfolgsaussichten und Risiken darf nur der Arzt sich äußern. Selbstverständlich müssen Sie die Angebote kennen, um glaubhaft sein zu können.
  • Weisen Sie explizit auf die Entscheidungsfreiheit und die Bedenkzeit hin. Das schafft Vertrauen und schützt vor dem negativen Beigeschmack, nicht als serviceorientierte Arzthelferin, sondern als Drückerkolonne missverstanden zu werden.

Theresia Wölker aus Bendorf ist Personaltrainerin und Beraterin für Praxisteams.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

O-Saft senkt das Gicht-Risiko - und hält schlank

Vom Saulus zum Paulus: Galten Fruchtsäfte einst als gesunde Getränke, verbannen heute sogar manche Schulen die süßen Säfte. Forscher brechen jetzt eine Lanze für Orangensaft. mehr »

SmED hilft, künftig Notfälle richtig einzuschätzen

16.20 hDie Notfallversorgung startet ins digitale Zeitalter: Am Montag hat die KBV ein softwarebasiertes Instrument zur Begutachtung von Notfallpatienten vorgestellt. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »