Ärzte Zeitung online, 18.01.2017
 

Hausärzteverband Bayern

Acht PJ-ler erhalten bereits neue Förderung

MÜNCHEN. Mit finanziellen Anreizen versucht der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV), bereits Medizinstudenten für eine Tätigkeit auf dem Land zu begeistern. Seit vergangenem Jahr bietet der BHÄV etwa Zuzahlungen für das Praktische Jahr (PJ) an. In der ersten Förderrunde gab es nach aktueller Mitteilung bisher acht PJ-Förderungen, weitere drei sind zugesagt.

Beziehen kann die Förderung, wer sein Wahl-Tertial im PJ in einer Hausarztpraxis absolviert. Die Praxis kann der Student wählen. Voraussetzung ist, dass sie Mitglied im BHÄV ist und an der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) teilnimmt.

Sie soll zudem als akademische Lehrpraxis akkreditiert sein. Die Nachwuchsärzte erhalten bis zu 2400 Euro pro Tertial, aufgeteilt in Monatsraten. Die Praxis bekommt nach Abschluss des Tertials einen Zuschuss von 1600 Euro.

Für die PJ-Förderung sieht die Stiftung des BHÄV eine Gesamtsumme von 80.000 Euro vor. Insgesamt können pro Jahr 20 Studenten berücksichtigt werden.

Bayern war 2014 das erste Bundesland, das mit "Land.in.Sicht" darüber hinaus Famulaturen förderte. 28 Haus- und 20 Facharztpraxen aus Bayern sind mittlerweile am Projekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (bvmd), BHÄV, KV Bayerns und KBV beteiligt.

Studenten, die in einer der Praxen famulieren, können ein Stipendium von bis zu 516 Euro bekommen. Aktuell sind 40 Förderplätze ausgeschrieben. (cmb)

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