Ärzte Zeitung, 20.05.2008

Geld für Kliniken: Sachsen weist Kritik zurück

DRESDEN (tra). Der Freistaat Sachsen hat seit 1991 rund 4,5 Milliarden Euro für Krankenhausinvestitionen aufgewendet. Damit sei es gelungen, das Niveau der Investitionen an das der alten Bundesländer anzupassen, teilweise liege es darüber, teilte Gesundheitsministerin Helma Orosz (CDU) auf eine Kleine Anfrage einer Landtagsabgeordneten mit.

Die Anfrage bezog sich auf die Kritik von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Sie hatte in einer Rede vor der Deutschen Krankenhausgesellschaft den Ländern vorgeworfen, ihrer Investitionspflicht nicht ausreichend nachzukommen. Neben Sachsen nannte sie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin.

Sachsens verzeichne mittlerweile tatsächlich einen Rückgang bei den Investitionen, informierte Orosz. Das sei dem überdurchschnittlich hohen Aufwand zum Abbau der nach der Wende 1990 vorgefundenen Defizite geschuldet. Dieser enorme Investitionsaufwand bei der Einzelförderung habe zwangsläufig zu einem Rückgang des Investitionsbedarfes geführt. Ein Investitionsstau in Milliardenhöhe bestehe in Sachsen nicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »