Ärzte Zeitung, 25.01.2012

Uniklinik etabliert Kindersprechstunde in der Fläche

GREIFSWALD (di). Weil es kaum noch niedergelassene Kinderchirurgen in der Region gibt, etabliert die Universitätsmedizin Greifswald regelmäßige Sprechstunden in der Fläche. Die ersten Sprechstunden in Pasewalk und in Anklam sind ausgebucht.

"Wir wollen den Familien vor Ort ein spezifisches Angebot für Kinder und Jugendliche machen, so dass sie sich in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung einen ärztlichen Rat einholen können und nicht in eine weiter entlegene Klinik fahren müssen", sagte der Direktor der Chirurgischen Kinderklinik Greifswald, Professor Winfried Barthlen.

In die kinderchirurgische Sprechstunde kommen nach Angaben der Uni etwa Patienten mit chronischen Bauchschmerzen, ungünstig verheilten Brüchen oder Trichterbrust.

Zweistündige Sprechstunde alle zwei Wochen

Ein Greifswalder Kinderchirurg soll zunächst alle zwei Wochen für eine zweistündige Sprechstunde vor Ort sein. Die Behandlungsräume stellen in Pasewalk die Asklepios Klinik und in Anklam das Ameos Klinikum zur Verfügung.

"In der Region gibt es praktisch keine niedergelassenen Kinderchirurgen mehr. Je nach Nachfrage können wir die Sprechstundenzeiten anpassen und gegebenenfalls erweitern", so Barthlen. Die KV Mecklenburg-Vorpommern habe das Angebot der Universitätsmedizin "sehr schnell und unbürokratisch unterstützt".

In der Kinderchirurgischen Universitätskinderklinik Greifswald arbeiten insgesamt neun Ärzte, die jährlich rund 1300 Kinder stationär und rund 5000 Patienten im Alter bis 18 Jahren ambulant betreuen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »