Ärzte Zeitung, 04.11.2016

Korruption

Honorarärzte vermissen klare Hinweise

BERLIN. Die zum 1. Oktober gegründete Arbeitsgemeinschaft für Beleg- und Kooperationsärzte (AG BeKo) im Berufsverband der Deutschen Chirurgen fordert bessere rechtloiche Rahmenbedingungne für die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Chirurgen und Krankenhäusern. Insbesondere durch das Anfang Juli in Kraft getretene Korruptionsstrafrecht für Heilberufler sorge für erhebliche Verunsicherung, heißt es.

Es sei bislang völlig unklar, wann eine Vergütungsvereinbarung für einen Honorararzt gemäß einschlägiger juristischer Stellungnahmen "angemessen und nachvollziehbar" sei. Seitens der Ärztekammern vermisse man nach wie vor eine hilfreiche Definition. "Wir bewegen uns in einer Grauzone, die durchaus existenzgefährdend sein kann" , beklagt der Leiter der Arbeitsgemeinschaft, Dirk Farghal. Um Unsicherheiten bei der Honorararzt-Dotierung zu umgehen, schlägt Farghal "eine Stärkung des Belegarztwesens" vor. "Das Kooperationsarztsystem ist schließlich unter anderem wegen der schlechten Honorierung des Belegarztwesens entstanden." – Um einen Überblick über den Stand der Dinge in Sachen Honorararzt-Kooperationen zu erhalten, hat der Berufsverband am Freitag eine Online-Umfrage gestartet (surveymonkey.de/r/Kooperationsarzt). (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »