Ärzte Zeitung online, 27.12.2017

Uniklinik Gießen/Marburg

Rhön investiert in Gesundheitsstandort Mittelhessen

BAD NEUSTADT A. D. SAALE. Neuer Schub für das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) und den Gesundheitsstandort Mittelhessen: Die Rhön-Klinikum AG, das UKGM, das Land Hessen und die Universitäten in Gießen und Marburg haben am 22. Dezember 2017 dazu eine Vereinbarung unterzeichnet. Darin geht es umn die Umsetzung des Zukunftspapiers für die Weiterentwicklung der mittelhessischen Universitätsmedizin (Trennungsrechnung) für die Universitätskliniken in Gießen und Marburg. Das hat der Klinikkonzern Rhön am Mittwoch gemeldet.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH ab 2017 einen zusätzlichen Betrag von rund 15 Millionen Euro jährlich für die Finanzierung der von ihr erbrachten Leistungen für Forschung und Lehre erhält. Darüber hinaus erhält das UKGM der Rhön-Klinikum AG zufolge einmalig Mittel in Höhe von 13 Millionen Euro für Investitionen und Beschaffungen, die nicht die Abschreibungen des UKGM belasten.

Weiter sei ein umfassendes Investitionspaket für beide Universitätskliniken geregelt worden. Das UKGM wird in den nächsten fünf Jahren mindestens 100 Millionen Euro investieren, heißt es. Am Standort Marburg erfolge die Modernisierung der Klinik für Psychiatrie, die Sanierung des Zentral-OP A und der Intensivstationen sowie der Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Am Standort Gießen wird nach Unternehmensangaben das Kinderherzzentrum ausgebaut und an das Klinikum ein Erweiterungsbau hinzugefügt.

"Die massiven Investitionen, zu denen sich die Rhön-Klinikum AG und die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH verpflichtet haben, bedeuten für beide Standorte einen echten Schub. Das ist eine wichtige Botschaft für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Gießen-Marburg, aber auch für die Patientinnen und Patienten aus der Region Mittelhessen und darüber hinaus", freut sich Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU).

2006 hatte die Rhön-Klinikum AG 95 Prozent der Geschäftsanteile der in der UKGM GmbH fusionierten Universitätskliniken Gießen und Marburg übernommen. (mh)

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