Ärzte Zeitung online, 14.12.2017

Statistik

Zahnärzte immer häufiger angestellt

Seit 2008 gehen unter Zahnärzten die Niederlassungszahlen kontinuierlich zurück.

BERLIN. Zahnärzte bevorzugen immer häufiger eine Tätigkeit im Angestelltenverhältnis. Dagegen nehme die Anzahl niedergelassener Zahnmediziner kontinuierlich ab, meldet die Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Laut jüngster Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs der Bundeszahnärztekammer waren von den bundesweit 71.926 berufstätigen Zahnärzten Ende vorigen Jahres 16.715 in einer Praxis angestellt. Gegenüber Vorjahr bedeutet das eine Zunahme um sieben Prozent. Damit ist der seit Inkrafttreten des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes vor zehn Jahren zu beobachtende Trend zur Anstellung weiterhin ungebrochen. Von 2008 bis heute hat sich die Anzahl der angestellt tätigen Zahnärzte ziemlich genau verdoppelt.

Und auch der entgegengesetzte Trend, die Abnahme der Niederlassungszahlen, hat sich fortgesetzt. Laut BZÄK-Statistik waren Ende vorigen Jahres 51 956 Zahnärzte in eigener Niederlassung tätig, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Von 2008 bis heute hat sich demnach die Anzahl der niedergelassenen Zahnärzte um knapp sechs Prozent verringert.

Mit 10.700 Zahnärztinnen waren Ende 2016 deutlich mehr Frauen als Männer abhängig beschäftigt. Umgekehrt in der Niederlassung, hier dominieren die Männer (32.187).

Wie ihre humanmedizinischen Kollegen bevorzugen auf dem Weg in die Niederlassung auch Zahnärzte die Übernahme einer Einzelpraxis. Knapp zwei Drittel der Neuniederlassungen entfielen laut Zahnärztekammer 2016 auf diese Variante. Bei den Humanmedizinern ist der Anteil der Einzelpraxisübernahmen ausweislich Zahlen der apoBank mit knapp 52 Prozent allerdings etwas kleiner.

30 Prozent der zahnärztlichen Existenzgründer, heißt es weiter, mache sich durch Übernahme, Neugründung oder Beitritt zu einer Berufsausübungsgemeinschaft selbstständig. Lediglich sieben Prozent der erstmals niedergelassenen Zahnärzte hätten dazu eine Praxis völlig neu gegründet. (cw)

Topics
Schlagworte
Praxismanagement (17072)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »