Statistik

Zahnärzte immer häufiger angestellt

Seit 2008 gehen unter Zahnärzten die Niederlassungszahlen kontinuierlich zurück.

Veröffentlicht:

BERLIN. Zahnärzte bevorzugen immer häufiger eine Tätigkeit im Angestelltenverhältnis. Dagegen nehme die Anzahl niedergelassener Zahnmediziner kontinuierlich ab, meldet die Bundeszahnärztekammer (BZÄK). Laut jüngster Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs der Bundeszahnärztekammer waren von den bundesweit 71.926 berufstätigen Zahnärzten Ende vorigen Jahres 16.715 in einer Praxis angestellt. Gegenüber Vorjahr bedeutet das eine Zunahme um sieben Prozent. Damit ist der seit Inkrafttreten des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes vor zehn Jahren zu beobachtende Trend zur Anstellung weiterhin ungebrochen. Von 2008 bis heute hat sich die Anzahl der angestellt tätigen Zahnärzte ziemlich genau verdoppelt.

Und auch der entgegengesetzte Trend, die Abnahme der Niederlassungszahlen, hat sich fortgesetzt. Laut BZÄK-Statistik waren Ende vorigen Jahres 51 956 Zahnärzte in eigener Niederlassung tätig, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Von 2008 bis heute hat sich demnach die Anzahl der niedergelassenen Zahnärzte um knapp sechs Prozent verringert.

Mit 10.700 Zahnärztinnen waren Ende 2016 deutlich mehr Frauen als Männer abhängig beschäftigt. Umgekehrt in der Niederlassung, hier dominieren die Männer (32.187).

Wie ihre humanmedizinischen Kollegen bevorzugen auf dem Weg in die Niederlassung auch Zahnärzte die Übernahme einer Einzelpraxis. Knapp zwei Drittel der Neuniederlassungen entfielen laut Zahnärztekammer 2016 auf diese Variante. Bei den Humanmedizinern ist der Anteil der Einzelpraxisübernahmen ausweislich Zahlen der apoBank mit knapp 52 Prozent allerdings etwas kleiner.

30 Prozent der zahnärztlichen Existenzgründer, heißt es weiter, mache sich durch Übernahme, Neugründung oder Beitritt zu einer Berufsausübungsgemeinschaft selbstständig. Lediglich sieben Prozent der erstmals niedergelassenen Zahnärzte hätten dazu eine Praxis völlig neu gegründet. (cw)

Mehr zum Thema

Bereitschaft signalisiert

Zahnärzte wollen beim Impfen gegen COVID-19 unterstützen

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Corona-Impfung in einer kommunal organisierten Impfstelle im thüringischen Jena. Die Ärztekammer in Thüringen dringt auf eine generelle Impfpflicht, auch die BÄK hält dies angesichts der aktuellen Lage für geboten.

© Martin Schutt / dpa

BÄK-Brief an Merkel und Scholz

Ärzte drängen auf allgemeine Corona-Impfpflicht

Auch in Deutschland sollen bald Corona-Impfungen der 5- bis 11-Jährigen möglich sein.

© SvenSimon / Frank Hoermann / picture alliance

Corona-Impfungen bei Unter-12-Jährigen

BVKJ-Chef Fischbach: „Kinder sollen jetzt den Blutzoll zahlen“

Mittlerweile bekannt: Die rote Schleife steht für Solidarität mit HIV-Patienten und soll Aufmerksamkeit für die Infektion schaffen.

© Betelgejze / stock.adobe.com

HIV/Aids

„Trauen wir uns ruhig, über Sex zu reden!“