Ärzte Zeitung, 06.10.2009

Zahl der Arbeitsunfälle stark gesunken

BERLIN (eb). Die Zahl der Arbeitsunfälle ist im ersten Halbjahr 2009 ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um über zehn Prozent gesunken. Insgesamt ging die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle auf 427 602 zurück.

Das geht aus vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) vorliegen. Auch die Zahl der Berufskrankheiten ist leicht gesunken, hier wurden 1200 Verdachtsfälle weniger gemeldet. Allerdings beläuft sich die Zahl der Anzeigen immer noch auf 31 516.

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle sank um 43 auf 198. Insgesamt 7823 Versicherte erhielten erstmals eine Rente aufgrund eines Arbeitsunfalls - 380 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Laut DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer lassen sich die sinkenden Unfallzahlen unter anderem mit dem massiven Anstieg der Kurzarbeit in Deutschland begründen. "Kürzere Arbeitszeiten bedeuten weniger Zeit, in der man einen Unfall haben kann." Nachdem die absolute Zahl der Arbeitsunfälle in den Boomjahren 2007 und 2008 gestiegen war, werde man für 2009 daher mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder einen Rückgang der Arbeitsunfälle verzeichnen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »