Ärzte Zeitung, 12.10.2009

Pleitewelle rollt durch Deutschland

FRANKFURT AM MAIN (dpa). Ausgelöst von der Finanzkrise rollt eine Pleitewelle durch Deutschland. Nach einer aktuellen Statistik sind im Juli bei den Amtsgerichten 3046 Unternehmensinsolvenzen angezeigt worden. Das waren 10,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen kletterte um 7,3 Prozent auf 9568 Fälle.

Zusammen mit den Pleiten anderer privater Schuldner und Nachlässen stieg die Gesamtzahl auf 15 187, was einen Zuwachs um 7,6 Prozent bedeutete. Die voraussichtlich offenen Forderungen betrugen nach den Angaben der Gerichte 3,9 Milliarden Euro gegenüber 2,5 Milliarden Euro im Juli 2008.

Die Juristen beobachten den Trend bereits seit längerem: In den ersten sieben Monaten nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 15,3 Prozent zu. Die Privatinsolvenzen gingen hingegen leicht um 1,3 Prozent zurück. In diesen Werten ist allerdings aus technischen Gründen das größte Bundesland Nordrhein-Westfalen nicht enthalten.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spahn packt Großreform Notfallversorgung an

Gesundheitsminister Spahn stößt eine weitere Großreform an: Bis 2021 soll die Notfallversorgung neu aufgestellt sein. Dazu muss das Grundgesetz geändert werden. mehr »

Spahn will bessere Hilfsmittel-Versorgung

15:52 Uhr Ärger über Hilfsmittelausschreibungen der Kassen könnte bald Schnee von gestern sein. Ein Änderungsantrag zum TSVG beinhaltet offenbar ein Ausschreibungsverbot. mehr »

Marburger Bund fordert deutliche Arbeitsentlastung

14:27 Uhr Im Vorfeld der Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern hat der Marburger Bund seinen Forderungskatalog vorgestellt. mehr »