Ärzte Zeitung, 17.06.2010

Schutzgelderpressung: Versicherung zahlt nicht

KARLSRUHE (dpa). Eine Versicherung muss nicht für Schäden aufkommen, die dem Opfer einer Schutzgelderpressung entstehen. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies die Klage eines Gastwirts ab, der von Unbekannten erpresst wurde.

Nachdem er auf die Drohungen nicht reagiert hatte, verwüsteten Einbrecher das Lokal und stahlen Bargeld und eine Musikanlage. Die Versicherung sei nicht verpflichtet, den Schaden in Höhe von 150 000 Euro zu ersetzen, entschied der BGH. Der Gastwirt hätte vielmehr der Versicherung die "Gefahrerhöhung" aufgrund der Erpressungsversuche mitteilen müssen.

Az.: IV ZR 229/09

Topics
Schlagworte
Recht (12764)
Versicherungen (1197)
Organisationen
BGH (990)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »