Ärzte Zeitung, 04.11.2013

Geldauflage

Brechmittel-Prozess eingestellt

BREMEN. Der Bremer Brechmittel-Prozess um den Tod eines mutmaßlichen Drogendealers ist eingestellt worden.

Ein früherer Polizeiarzt soll 20.000 Euro an die Mutter des Opfers zahlen, so das Landgericht. Alle Beteiligten stimmten zu.

Der Arzt hatte Ende 2004 einem Mann aus Sierra Leone per Nasensonde Brechsirup verabreicht, um verschlucktes Beweismaterial sicherzustellen. Der 35-Jährige starb an den Folgen. (dpa)

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[12.11.2013, 10:50:29]
Anne C. Leber 
Leserzuschrift von Dr. Robert Werner
Gegen 20.000 Euro: Prozess um Brechmitteleinsatz eingestellt Tolles Ergebnis nach zehn Jahren Verfahren: Verhandlungsunfähigkeit aus psychischen Gründen und damit sicher auch Berufsunfähigkeit des Arztes. Darüberhinaus darf der Kollege noch 20.000 Euro zahlen! Hoffentlich hat er eine gute Haftpflichtversicherung!
Für einen Brechmitteleinsatz, der früher auch bei Kindern mit Intoxikationen Standard war? Für einen Brechmitteleinsatz auf Anordnung der Polizei bei einem Drogenkurier, der sein Leben bewusst als „Body Packer“ riskierte?
Der Kollege ist bereits ausreichend bestraft! Und die Strafe steht in keinem Verhältnis zur Tat! Sie führt nur dazu, dass ein Kollege weniger in Deutschland arbeitet und die Attraktivität des Arztberufes weiter sinkt. Wohingegen das Berufsrisiko immer weiter steigt!
Jeder berufstätige Arzt kann sich nur wünschen, nicht in die Mühlen der Justiz zu geraten und eine gute, noch bezahlbare Haftpflichtversicherung zu haben.
Dr. Robert Werner, Facharzt für Allgemeinmedizin und Kinderheilkunde, Landau (Isar) zum Beitrag »

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