Ärzte Zeitung, 29.11.2016

Gerichtsurteil

Ausgerutscht? Kein Recht auf Schadensersatz

MÜNCHEN. In Apotheken und anderen kleineren Geschäften müssen die Kunden im Winter mit einem feuchten Boden rechnen. Die Sicherungspflichten des Inhabers sind geringer als in Supermärkten und Kaufhäusern, wie kürzlich das Amtsgericht München entschieden hat (Az.: 274 C 17475/15). Die Klägerin hatte im Februar 2015 bei winterlichem Wetter eine Apotheke in Unterhaching bei München aufgesucht und war auf dem gerade gewischten Boden ausgerutscht. Dabei brach sie sich die Speiche am rechten Ellenbogen. Sie musste operiert werden und war insgesamt gut sieben Wochen arbeitsunfähig. Vom Apotheker verlangte sie 2067 Euro Schadenersatz sowie mindestens 1500 Euro Schmerzensgeld. Mit seinem rechtskräftigen Urteil wies das AG München die Forderung ab. (mwo)

Topics
Schlagworte
Recht (12658)
Arzthaftung (416)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Zusätzliche Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll für bestimmte Arztgruppen eingeführt werden. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »