Ärzte Zeitung online, 22.06.2017

Fluchtgefahr

Zyto-Apotheker muss in U-Haft bleiben

KÖLN. Der Apotheker aus Bottrop, der im Verdacht steht, im großen Umfang Krebsmedikamente gepanscht zu haben, muss in Untersuchungshaft bleiben. Das hat das Oberlandesgericht Hamm (OLG) entschieden.

Der Apotheker sitzt seit November 2016 in Haft. Ihm wird vorgeworfen, in über 50.000 Fällen gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben, in dem er Onkologika mit zu geringen Mengen der verordneten Wirkstoffe hergestellt und dabei zum Teil die Hygieneregeln missachtet hatte.

In 59 Fällen wirft die Staatsanwaltschaft ihm auch Betrug zulasten der Krankenkassen vor. Da der Apotheker mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen muss, sieht das Oberlandesgericht Hamm Fluchtgefahr. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

38 Prozent mehr psychische Diagnosen bei jungen Erwachsenen

Immer mehr junge Erwachsene leiden unter psychischen Erkrankungen. Allein die Diagnose Depressionen hat um 76 Prozent seit 2005 zugenommen, so der Arztreport 2018. mehr »

Vorhofflimmern schlägt aufs Hirn

Nicht nur ein Risikofaktor für Schlaganfall: Vorhofflimmern ist auch für das Gehirn gefährlich. Angststörungen und kognitive Einschränkungen sind Nebenwirkungen, so eine Studie. mehr »

Gericht urteilt über Diesel-Fahrverbote

Müssen Städte die Feinstaub-Notbremse ziehen und Diesel-Fahrzeuge aus den Innenstädten verbannen? Bejaht das Bundesverwaltungsgericht dies, könnte auch die Gesundheitswirtschaft in die Bredouille kommen. mehr »