Ärzte Zeitung online, 22.06.2017

Fluchtgefahr

Zyto-Apotheker muss in U-Haft bleiben

KÖLN. Der Apotheker aus Bottrop, der im Verdacht steht, im großen Umfang Krebsmedikamente gepanscht zu haben, muss in Untersuchungshaft bleiben. Das hat das Oberlandesgericht Hamm (OLG) entschieden.

Der Apotheker sitzt seit November 2016 in Haft. Ihm wird vorgeworfen, in über 50.000 Fällen gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben, in dem er Onkologika mit zu geringen Mengen der verordneten Wirkstoffe hergestellt und dabei zum Teil die Hygieneregeln missachtet hatte.

In 59 Fällen wirft die Staatsanwaltschaft ihm auch Betrug zulasten der Krankenkassen vor. Da der Apotheker mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen muss, sieht das Oberlandesgericht Hamm Fluchtgefahr. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »