Ärzte Zeitung online, 12.06.2014
 

Wirtschaftlichkeit

Bayerische Kassen verärgert über Ärztekritik

MÜNCHEN. Die Krankenkassen in Bayern wollen die "fortlaufende Kritik der Vertragsärzte und Psychotherapeuten an den Wirtschaftlichkeitsprüfungen" nicht akzeptieren.

Alle prinzipiell möglichen Prüfverfahren im Arznei- und Heilmittelbereich werden von der unabhängigen Prüfungsstelle vorab gefiltert und auf ein Minimum reduziert, teilte die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) mit.

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die Krankenkassen in Bayern tragen die Prüfstelle je zur Hälfte. Von rund 24.000 Vertragsärzten und Psychotherapeuten in Bayern würden nur bei wenigen Vertragsärzten Prüfungen veranlasst, so die ARGE.

"Prüfmaßnahmen betreffen circa 200 bis 300 Vertragsärzte im Jahr in Bayern", heißt es in einer Mitteilung der Krankenkassenverbände. Den Prüfungen gingen immer Beratungen voraus. Praxisbesonderheiten würden stets geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt.

Grundsätzlich gehe es um einen wirtschaftlichen Umgang mit den Beitragsgeldern der Versicherten. Daher seien Prüfungen von Arznei- und Heilmittelverordnungen auch aus ordnungspolitischem Grundsatz unumgänglich. Auch bei Krankenkassen und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts gehörten Prüfungen zur Tagesordnung, so die ARGE. (sto)

[12.06.2014, 19:50:57]
Dr. Wolfgang Bensch 
Wie wäre es anstatt "Nicht-Akzeptanz" einmal argumentativ?
Wenn ich einer von 200 oder 300 betroffenen Ärzten bin, dann bin ich "betroffen" und möglicherweise über die Regress-Forderung hochgerechneter Summen über Quartale hinweg wirtschaftlich als "Freiberufler" am Ende.
Das verstehen natürlich "unabhängige" Angestellte nie ... zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »