Ärzte Zeitung online, 09.03.2017

Rx-Versand

Apotheker mahnen Politik zum Handeln

BERLIN. Der Apothekerdachverband ABDA mahnt Fortschritte beim Rx-Versandhandelsverbot an. "Alle Parteien haben dringenden Handlungsbedarf konstatiert. Keine Partei hat eine tragfähige Alternative zum vorliegenden Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums präsentiert. Also wird es Zeit, den Entwurf umzusetzen", wetterte nun ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.

Den Vorschlag einzelner SPD-Bundestagsabgeordneter, nach der Aufhebung der Arzneimittelpreisbindung für ausländische Versandanbieter nun auch inländischen Apotheken die Vergabe von Boni zu erlauben, bewertete Schmidt überaus kritisch – "Diese Idee ist ebenso untauglich wie gefährlich."

Diese könne die Wettbewerbsvorteile ausländischer Anbieter nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu Rx-Boni nicht neutralisieren: Zudem würde sich damit die Wettbewerbssituation sogar weiter verschärfen, weil Präsenzapotheken dann auch durch inländische Versandkonkurrenz umso schneller in eine Rabattschlacht gezwungen würden. "Da gießt man Öl ins Feuer statt zu löschen", so Schmidt. (maw)

Topics
Schlagworte
Rezepte (1389)
Organisationen
ABDA (781)
Personen
Friedemann Schmidt (65)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stromstimulation hilft Gedächtnis auf die Sprünge

US-Forscher haben mit einer speziellen Wechselstromstimulation das Arbeitsgedächtnis von über 60-Jährigen auf das Niveau von 20-Jährigen gehoben – zumindest für kurze Zeit. mehr »

Aufklärung alleine verpufft

Nicht nur zu Ostern locken Schokolade und Co.: Laut DONALD-Studie liegt der Zuckerverzehr gerade bei Kindern und Jugendlichen noch immer über der WHO-Empfehlung. Forscher sehen hier die Politik in der Pflicht. mehr »

Länger geguckt, eher gekauft

Menschen treffen irrationale Kaufentscheidungen, so eine Studie: Allein eine lange Betrachtungsdauer lässt Personen eher zugreifen – selbst, wenn das Produkt schlecht ist. mehr »