Ärzte Zeitung, 21.01.2010

Inkasso-Team Moskau wird Gewerbe untersagt

LÜNEBURG (dpa). Dem Chef des Inkasso-Teams Moskau, das als rabiater Geldeintreiber für sich geworben hatte, ist zu Recht das Gewerbe untersagt worden. Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg jetzt entschieden.

Nach einer Verurteilung wegen Nötigung und Falschaussage fehle dem Geschäftsführer die nötige Zuverlässigkeit, urteilte das Gericht. Außerdem werde gegen ihn wegen gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt.

Seit Jahren steht das Unternehmen im Visier der Öffentlichkeit, weil es Schuldnern mit unterschwelligen Drohungen und einschüchternden Briefen Angst gemacht haben soll. Im Herbst 2008 wurde dem Inkasso-Team von der Behörde das Gewerbe untersagt.

"Ihr Schuldner muss kein Russisch sprechen, er wird uns auch so verstehen": Mit unmissverständlichen Worten hatte das Inkasso-Team (ITM) für sich geworben und mit ebensolchen Methoden säumige Schuldner zum Zahlen gedrängt. Mit falschen Versprechungen wurde zudem von den eigenen Auftraggebern Geld eingestrichen - ohne Gegenleistung. Es geht um eine Schadenshöhe von mindestens 1,2 Millionen Euro.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »