Ärzte Zeitung online, 02.03.2018

Prognose 2018

MLP rechnet operativ mit 20 Prozent mehr

Der Vermögensberater MLP ist aus dem Gröbsten raus: Restrukturierungskosten, die zuletzt am Gewinn fraßen, fallen vorerst nicht mehr an.

WIESLOCH. Der auf Heilberufler spezialisierte Finanz- und Vermögensberater MLP hat, wie bereits kurz berichtet, 2017 erheblich geringeren Restrukturierungsaufwand gehabt als im Jahr zuvor. Infolgedessen konnte das börsennotierte Unternehmen einen Gewinnsprung melden. Bei Gesamterlösen von 628 Millionen Euro (+2,9 Prozent) verbesserte sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 91 Prozent auf 37,6 Millionen Euro. Nach Steuern nahm der Gewinn in gleicher Größenordnung (+89 Prozent) auf knapp 28 Millionen Euro zu.

Weil dieses Jahr zwar Investitionen in IT und Geschäftsentwicklung geplant sind, allerdings eigenem Bekunden zufolge mit erneuten Restrukturierungskosten nicht mehr zu rechnen sei, fällt auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erfreulich aus: Mehr als 20 Prozent Zuwachs sollen es auf EBIT-Basis werden.

34 Milliarden Euro verwaltet

2017, heißt es, habe MLP in sämtlichen Beratungsfeldern mit Ausnahme der Altersvorsorge (minus sechs Prozent auf 208 Millionen Euro) Zuwachs erzielt. Am stärksten zogen die Einnahmen aus Immobilienvermittlung an (+20 Prozent auf 18,4 Millionen Euro). Das zweithöchste Plus verbuchten die Anlageprofis im Vermögensmanagement (+15 Prozent auf 191 Millionen Euro). Das von MLP gemanagte Kunden-Vermögen sei in der Berichtsperiode von 31,5 auf 33,9 Milliarden Euro gestiegen. Einen Rückgang verzeichnete MLP hingegen im Zinsgeschäft, das mit knapp 21 Millionen Euro acht Prozent weniger zum Gruppenumsatz beisteuerte als im Vorjahr.

"Wir haben im Jahr 2017 Wachstum erzielt und mit einem guten Ergebnis unsere Ziele erreicht. Selbstverständlich war das nicht, denn die strategische Weiterentwicklung von MLP fällt in ein schwieriges Umfeld. Deshalb sind wir alles in allem zufrieden mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr", kommentierte Vorstandschef Dr. Uwe Schroeder-Wildberg das jüngste Zahlenwerk.

Web-Marketing im Fokus

Zum Jahresende 2017 zählte MLP nach eigenen Angaben 529.100 Familienkunden, knapp 20.000 mehr als im Vorjahr. Darüber hinaus sei das Unternehmen für 19.800 Firmen- und institutionelle Kunden tätig. Mit 1909 Köpfen standen zum Jahresende nur geringfügig weniger Kundenberater in MLP-Diensten als im Vorjahr 2016 (1940).

Auf der strategischen Agenda des laufenden Geschäftsjahres steht unter anderem die Erweiterung digitaler Informations- und Serviceangebote – 2017 wurden bereits 12 Prozent aller Neukunden online gewonnen – sowie forcierte Kunden- und Beraterakquise an Hochschulen. (cw)

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