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Die Meinung

Transparenz via Register wünschenswert

Von Von Herbert Fromme Veröffentlicht:

Die Zeiten für Versicherer werden rauer. Die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank werden einige Lebensversicherer noch in große Schwierigkeiten bringen. In der Kfz-Versicherung deutet sich ein neuer Preiskampf an, bei dem viele Anbieter nur dann mithalten können, wenn sie Verluste hinnehmen. Und in der Wohngebäudeversicherung schreiben die Unternehmen schon seit Jahren rote Zahlen.

Das sind Anzeichen, dass es für die Versicherten in der Schadenregulierung schwieriger werden könnte. Versicherer in wirtschaftlichen Turbulenzen werden häufiger versuchen, die Zahlung zu reduzieren oder möglicherweise sogar ganz abzulehnen. Verbraucherschützer und berufsständische Versorgungswerke, die zum Thema Versicherungen beraten, müssen das im Blick haben.

Das Verhalten eines Versicherers im Schadenfall ist eigentlich wichtiger als der Preis einer Versicherung oder einzelne Bedingungen. Berater, die auf der Seite der Verbraucher stehen, sollten prüfen, wie sich ein Versicherer im Schadenfall verhält, bevor sie zum Abschluss der einen oder anderen Police raten. Vielleicht wäre ein öffentlich zugängliches Register hilfreich, in dem aufgelistet ist, welcher Versicherer wie zahlt.

Das wäre auf jeden Fall im Sinne der Versicherten – und der Versicherungsgesellschaften, die sich Kunden gegenüber fair verhalten.

Herbert Fromme ist Wirtschaftsjournalist in Köln

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