Ärzte Zeitung online, 29.12.2016
 

Analyse

Ärzte profitieren von Mehrumsatz durch die PKV

Neuesten Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der PKV zufolge hat der Mehrumsatz durch die PKV erneut zugelegt.

KÖLN. Durch die Existenz der privaten Krankenversicherer (PKV) sind im Jahr 2014 insgesamt 12,5 Milliarden Euro mehr ins deutsche Gesundheitssystem geflossen, als die gesetzlichen Krankenkassen für die Versorgung der Versicherten bezahlt hätten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP).

Nach der Erhebung profitieren die niedergelassenen Ärzte und die Zahnärzte besonders stark von dem Mehrumsatz. Für die ambulante ärztliche Versorgung beziffert das WIP den Mehrumsatz im Jahr 2014 auf 6,0 Milliarden Euro nach 5,6 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

2006 hatte der zusätzliche Finanzbeitrag nach den Untersuchungen des WIP 9,7 Milliarden Euro betragen. Mit Ausnahme des Jahres 2009 hat der Wert seitdem in jedem Jahr zugelegt. Für das WIP ist das ein Beleg, dass die finanzielle Bedeutung der PKV für das Gesundheitswesen zugenommen hat. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »