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Auch die Praxissoftware läuft via App

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Die kleine Softwarelösung für die Arzttasche hat sich vom Praxis-Laptop nun zur Lösung für iPad und iPhone gemausert.

DÜSSELDORF (reh). Egal, ob auf Haus- und Heimbesuch oder nur in der eigenen Praxis, weil der Arzt im Sprechzimmer auf sperrige Praxisrechner verzichten will: Viele Praxisprogramme lassen sich bereits über iPad oder Smartphone nutzen.

Ein Unternehmen, das die neue App-Lösung auf der Medica vorstellt, ist die Frey ADV GmbH.

iQvisit nennt sich die App des Unternehmens, die die Patientendaten auf iPad und iPhone holen und damit für den Arzt auch mobil verfügbar machen soll.

App läuft auch offline

Dabei wird entweder der komplette Datenbestand der Praxis-EDV an iQvisit übertragen, oder der Arzt wählt bestimmte Patientenakten inklusive Befundbriefen und archivierten Dokumenten aus, die er auf den mobilen Helfer laden will.

Der Vorteil der App: Sie läuft auch ohne Online-Anbindung. Das heißt, der Arzt kann auf alle Daten offline zugreifen.

Mobil auf dem iPad erfasste Daten würden anschließend mit dem System synchronisiert, erklärt Lars Wichmann, Geschäftsführer der Frey ADV GmbH. Dabei läuft die Synchronisierung via USB-Kabel an jedem beliebigen Praxisrechner.

Wunddokumentation per iPad

Wird die Praxis-EDV auch übers iPad genutzt, birgt dies aber noch einen Vorteil: Das Gerät - sofern es das iPad 2 ist - verfügt über zwei integrierte Kameras, über die sich Fotos und Videos, etwa zur Wunddokumentation, aufnehmen und direkt in die Patientenakte oder in Arztbriefe integrieren lassen.

Bei iQvisit werden die Anwender laut Wichmann zudem mit Funktionen unterstützt, die speziell auf die Möglichkeiten des iPad abgestimmt wurden.

Beispielsweise könne die Anzeige der Karteikarte über Gesten vergrößert oder verkleinert werden. Und die Texteingaben würden durch Textbausteine erleichtert, die durch einfaches Antippen der Symbole abgerufen und kombiniert werden könnten.

Schnittstelle für die App nötig

Das Unternehmen stellt auf der Medica sogar eine neue Software, Quincy med, vor, die nach Angaben von Frey in ihrer Bedienung und im Erscheinungsbild speziell für die Nutzung von iPad und iPhone entwickelt worden ist.

Über die App laufen aber auch Quincy win und die anderen Programme der Gemeinschaft unabhängiger Softwarehäuser im Gesundheitswesen (GUS).

Um loslegen zu können, müssen sich Ärzte aber zunächst die App im Apple iTunes-Store für 21,99 Euro herunterladen. Zusätzlich braucht es dann noch eine Schnittstelle zur Praxissoftware.

Beides zusammen - also App und Schnittstelle - liegen derzeit preislich bei 573,58 Euro (inkl. MwSt.).

Gesamtpaket möglich

Es gibt aber auch die Möglichkeit, das iPad 2 samt der Schnittstelle direkt über die Frey ADV GmbH zu bestellen. Die Kosten liegen dann - je nachdem, welches iPad (mit oder ohne UMTS, Größe des Speicherplatzes) gewählt wird - zwischen rund 1052 und 1372 Euro.

Speziell für den Zeitraum der Medica können Praxen zudem eine Einplatzanlage mit der neuen Software Quincy med und inklusive einem iPad für 1480 Euro erhalten.

Medica: Halle 15, Stand G23 Internet: www.frey.de

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