"Kaum eine Messe ist so stark gewachsen"

40 Jahre Medica - was bedeutet das für die Industrie? Hermann Osterwald von Dräger, langjähriger Wegbegleiter der Medica, berichtet.

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Medica aktuell:  Herr Osterwald, wann waren Sie zum ersten Mal bei der Medica?

Hermann Osterwald: Das muss Anfang der 1970-er Jahre gewesen sein. Die Medica war gerade nach Düsseldorf gezogen und noch sehr klein. Damals war ich privat hier: Meine Freundin war Arzthelferin - ihr Chef hat sie auf die Messe geschickt.

Medica aktuell:  Und wie sind Sie beruflich zur Messe gekommen?

Osterwald: Das war 1974, schon mit Dräger. Wir haben angefangen mit einem Stand mit 24 Quadratmetern. Thema war unser Notfallkoffer. Damals richtete sich die Medica noch ausschließlich an niedergelassene Ärzte. Unser Stand ist dann parallel zum Warenverzeichnis der Medica gewachsen. Heute sind wir mit einem Stand von 702 Quadratmetern sicher einer der größeren Anbieter.

Medica aktuell:  Wie sehen Sie die Entwicklung der Messe über 35 Jahre? Sie sind ja auch im Messebeirat.

Osterwald: Ich kenne als Verantwortlicher für Messen bei Dräger viele Branchen. Daher weiß ich: Es gibt nur wenige Messen weltweit, die in den vergangenen Jahrzehnten so stark gewachsen sind wie die Medica.

Medica aktuell:  Und wie beurteilen Sie als deutscher Hersteller, dass der Anteil der ausländischen Besucher immer weiter zunimmt?

Osterwald: Das sehe ich durchaus positiv. Wir sind ein exportorientiertes Unternehmen, daher haben wir sehr großes Interesse an der Internationalisierung.

Medica aktuell:  Eine Messe ist zuerst Geschäft, heute sicher noch mehr als vor 35 Jahren. Hatten Sie hier auch besondere Erlebnisse, die nicht vom "Big Business" geprägt waren?

Osterwald: Die Medica ist immer ein Erlebnis. Aber es gab auch ganz spezielle Highlights in den Hallen. So hatten wir einmal eine Agentur beauftragt für eine Bühnenschau. Aber als die Damen dann ihre Arbeit gemacht hatten, war der Agenturleiter nicht auffindbar - und damit auch die Übernachtungsmöglichkeit weg. Die Frauen habe ich dann hier am Stand übernachten lassen. Damals ging das noch eher als heute. Wie Sie sehen: Ich habe überlebt.

Die Fragen stellte Hauke Gerlof.

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