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IQWiG-Chef Sawicki fordert ein Prozent des GKV-Budgets für Evaluation

BERLIN (HL). Innovation wird auch künftig die reale Medizin bestimmen - ihr Nutzen für die Patientenversorgung wird aber künftig konsequenter untersucht werden müssen.

Professor Peter Sawicki, Chef des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, forderte gestern beim Hauptstadtkongress ein Prozent des GKV-Budgets für die Evaluation neuer medizinischer Methoden - das wären 1,6 Milliarden Euro. Vor allem wisse man gar nichts oder zu wenig über die Wirksamkeit nichtmedikamentöser Verfahren, die Effekte von Screening-Methoden und Diagnostik sowie den Einfluss der Versorgungsstruktur, in der Ärzte Patienten behandeln.

Die partielle Fokussierung auf bestimmte Therapiemethoden sieht Sawicki als unzulänglich an. Der IQWiG-Chef: "Wir fahren einen Riesentanker mit der GKV, haben aber nicht einmal Radar."

Der Chef des VdEK Thomas Ballast sieht Innovationsbedarf vor allem für die Struktur und personellen Ressourcen, die für die Versorgung einer älteren Bevölkerung nötig sind. Der Gesundheitswissenschaftler Professor Bertram Häussler schlägt eine Innovationsversicherung als freiwillig wählbarer Bestandteil der GKV vor.

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