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Internistenkongress

Professorin Elisabeth Märker-Hermann mit Leopold-Lichtwitz-Medaille geehrt

Eine der höchsten Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin hat die Rheumatologin Professorin Elisabeth Märker-Hermann erhalten. Außerdem wurden mehrere Persönlichkeiten von der Gesellschaft Ehrenmitgliedschaften verliehen.

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Eine der höchsten Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin hat die Rheumatologin Professorin Elisabeth Märker-Hermann erhalten (Archivfoto).

Eine der höchsten Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin hat die Rheumatologin Professorin Elisabeth Märker-Hermann erhalten (Archivfoto).

© Sven Brautlic

Wiesbaden. Die Rheumatologin Professorin Elisabeth Märker-Hermann ist von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) mit der Leopold-Lichtwitz-Medaille ausgezeichnet worden. Die Fachgesellschaft würdige damit ihre herausragenden Leistungen in der internistischen Forschung und ihren außergewöhnlichen Einsatz für die Innere Medizin, heißt es zur Begründung von der DGIM.

Märker-Hermann studierte in Mainz Medizin und promovierte 1984. Zwischen 1983 und 1993 absolvierte sie in Bad Kreuznach, Basel und an der Universitätsklinik Mainz ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie. Nach Stationen unter anderem an der Harvard Medical School erfolgte 2002 die Berufung zur Chefärztin und Direktorin der Klinik Innere Medizin IV der HSK Dr. Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, heute Helios HSK Wiesbaden GmbH.

Neben ihrer klinischen Arbeit und ihrer Forschungstätigkeit übernahm und übernimmt Märker-Hermann zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten, unter anderem war sie von 2005 bis 2006 Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, 2012/2013 Vorsitzende der DGIM, sowie Mitbegründerin des Mentoringprogramms und der Initiative „Klug entscheiden“ der DGIM. Zudem ist sie Mitglied des Sachverständigenbeirats Versorgungsmedizin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Vorsitzende des Kuratoriums Deutsche Rheumastiftung und Präsidentin des Stiftungsrats des Deutschen Rheumaforschungszentrums Berlin.

Erste Trägerin der Medaille

„Elisabeth Märker-Hermann hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die wissenschaftliche und klinische Rheumatologie stark in der Inneren Medizin zu verankern. Die DGIM hat ihr viel zu verdanken, und drückt ihr mit der Leopold-Lichtwitz-Medaille größte Anerkennung für ihre Leistungen in der Forschung und für die Innere Medizin aus“, wird Professor Georg Ertl, Generalsekretär der DGIM aus Würzburg, in der Mitteilung der Gesellschaft zitiert. Zudem sei Märker-Hermann erste weibliche Vorsitzende der DGIM gewesen, und nun erste Trägerin der Medaille.

Die Leopold-Lichtwitz-Medaille wird von der DGIM alljährlich zu Ehren herausragender Ärztinnen und Ärzte verliehen und ist eine der höchsten Auszeichnungen der Fachgesellschaft. Beim Jahreskongresses der DGIM verlieh die Gesellschaft außerdem mehrere Ehrenmitgliedschaften an verdiente Persönlichkeiten. Diese gingen an Dr. Christa Maar, an Professor Michael P. Manns sowie posthum an Professor Rudolf Schindler (wir berichteten).

Ehrenmitgliedschaften verliehen

Maar ist Mitgründerin und Geschäftsführende Vorständin der Felix Burda Stiftung. In dieser Funktion setzt sie sich seit Jahren für eine bessere Vorsorge, Diagnostik und Therapie von Darmkrebs ein. 2002 wurde durch ihre Initiative gemeinsam mit anderen großen Organisationen der „Darmkrebsmonat März“ initiiert. Damit gibt es seither einen offiziellen Aktionsmonat zur Aufklärung über die Bedeutung der Darmkrebsprävention.

Manns zählt zu den renommiertesten Hepatologen Deutschlands und hat für seine Forschung zahlreiche Auszeichnungen erhalten. 2013/2014 war er Vorsitzender der DGIM, aktuell ist er Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover und Vorstand für das Ressort Forschung und Lehre. Er hat mehr als 1000 Publikationen in internationalen Journalen veröffentlicht. Nach Thomson Reuters/Clarivate-Analytics gehört er seit 2014 zu den Top 1-Prozent der meistzitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, heißt es in der Mitteilung.

Schindler, geboren 1888, gestorben 1968, ist der Erfinder des ersten semiflexiblen Gastroskops, das über 25 Jahre zum weltweiten Standard wurde. Als Jude wurde er von den Nationalsozialisten verfolgt und floh aus Deutschland in die USA. Dort gehörte er zu den führenden Gastroenterologen seiner Zeit. Seine Tochter, die ehemalige Schauspielerin, Ärztin und Autorin Dr. Marianne Koch, nahm die Auszeichnung für ihren Vater entgegen. (eb)

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