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Anschlag tötet Dutzende Inder und Pakistaner

NEU-DELHI (dpa). Bei einem Terroranschlag auf einen Schnellzug von Indien nach Pakistan sind mindestens 66 Menschen getötet worden. Die indische Nachrichtenagentur PTI meldete gestern unter Berufung auf die Polizei, 60 Passagiere seien bei der Explosion von zwei Brandbomben in dem auch "Friedenszug" genannten Express in Nordindien verletzt worden.

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Bahnminister Lalu Prasad Yadav sprach nach Angaben der Nachrichtenagentur IANS von einem "Terrorakt" wie in Bombay. In der westindischen Metropole hatten mutmaßliche muslimische Extremisten im Juli vergangenen Jahres 186 Menschen bei einer Bombenserie in Vorortzügen getötet.

Yadav sagte, bei dem Anschlag vom Montag handele sich um einen Versuch, den Friedensprozess zwischen den südasiatischen Atommächten Indien und Pakistan zu torpedieren. Die meisten der Opfer waren Pakistaner. Der Anschlag, bei dem etwa 100 Kilometer nördlich der indischen Hauptstadt Neu-Delhi zwei Wagons ausbrannten, ist der erste, der sowohl Inder als auch Pakistaner zum Ziel hatte. Die Regierungen in Pakistan und Indien sowie die EU verurteilten die Tat. Am Rande ihres Besuchs in Neu-Delhi rief EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner die beiden Atommächte auf, den Friedensprozess fortzusetzen.

Der Samjhauta-Express von Neu-Delhinach Lahore ist eine von nur zwei Bahnlinien, welche die um Versöhnung bemühten Staaten miteinander verbinden. Die Bahnlinie wurde 2004 im Rahmen der indisch-pakistanischen Friedensgespräche wiederbelebt.

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