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Arthrose: neue Therapien bleiben experimentell

BERLIN (gvg). Halten TNF-alfaBlocker und Strontiumranelat Eingang in das Therapiespektrum bei Arthrose-Patienten? Eine endgültige Antwort darauf steht noch aus.

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Bei der Jahrestagung der europäischen Rheumaliga in Berlin berichtete Professor Francis Berenbaum von der Pierre & Marie Curie University in Paris über die noch nicht publizierte SEKOIA-Studie, in der Strontiumranelat bei 1683 Arthrose-Patienten mit primärer Kniearthrose in den Dosierungen 1 g pro Tag und 2 g pro Tag mit Placebo verglichen wurde.

"In beiden Dosisgruppen wurde der primäre radiologische Endpunkt erreicht", so Berenbaum. Die Gelenkspaltverschmälerung sei bei Verumtherapie signifikant geringer ausgefallen.

Eine signifikante symptomatische Besserung, gemessen mit dem WOMAC-Score, habe es dagegen nur in der höheren Dosisgruppe gegeben. "Inwieweit das klinisch relevant ist, ist derzeit noch offen", so Berenbaum.

Auch der Stellenwert von Anti-TNF-alfa-Präparaten bei Arthrose ist noch längst nicht klar. "Wir wissen, dass sie wirken, aber das NutzenRisiko-Verhältnis ist unklar", sagte Berenbaum.

Unterschied nicht signifikant

Gerade publiziert wurde eine monozentrische Studie, in der Adalimumab 40 mg alle zwei Wochen ein Jahr lang bei 60 Patienten mit Arthrose der Hände gegen Placebo getestet wurde.

Es zeigte sich beim radiologischen Endpunkt ein numerischer Vorteil für Adalimumab, der das Signifikanzniveau aber verfehlte.

40 Prozent der Patienten in der Placebo-Gruppe entwickelten Erosionen in einem bis dahin nicht befallenen Interphalangealgelenk im Vergleich zu 26,7 Prozent in der Adalimumab-Gruppe.

Für die Subgruppe der Patienten mit tastbarer Schwellung sei der Unterschied deutlich signifikant gewesen, so Berenbaum. Künftige Studien würde der Experte deswegen auf diese Gruppe von Patienten beschränken.

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