In eigener Sache
Nachruf auf Klaus Rehnig: Ein Zeitungs-Unternehmer mit Weitblick
Klaus Rehnig, Gründer der Ärzte Zeitung, ist tot. In Erinnerung bleibt eine echte Unternehmer-Persönlichkeit, die die Ärzte Zeitung über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt hat.
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Der Gründer der Ärzte Zeitung: Klaus Rehnig ist jetzt im Alter von 80 Jahren gestorben.
© Tamara Rehnig
Echte Unternehmer erkennen Marktlücken und sind bereit, Risiken auf sich zu nehmen, um diese Lücken zu schließen. Klaus Rehnig war ein solcher Unternehmer. Vor fast 44 Jahren gründete er die Ärzte Zeitung als erste Tageszeitung für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland und als eine der wenigen Zeitungs-Neugründungen seit den 1980er-Jahren.
Der Erfolg war der Publikation nicht in die Wiege gelegt – aber gegen manche Widerstände setzte sich damals die Idee eines politisch unabhängigen aktuellen Mediums für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte relativ schnell durch.
Im Alter von 80 Jahren gestorben
Dass die Publikation dank ihrer Online-Aktivitäten bis heute als eines der wichtigsten Medien im Gesundheitswesen etabliert ist, ist auch der Tatkraft, der Weitsicht und den Verbindungen ihres Gründungsverlegers zu verdanken. Zuvor war Rehnig als Geschäftsführer von IMP – Herausgeber der „Gelben Liste“ – im Gesundheitswesen aktiv gewesen.
Nach sieben Jahren bei der Ärzte Zeitung wirkte Rehnig weiter in anderen Verlagen der Medizinbranche. Der Name des erfolgreichen Geschäftsmanns war später auch eng verknüpft mit dem Start-up Wirecard im Finanzsektor, dessen Aufsichtsrat er in den frühen Jahren vorstand. Viel später löste Wirecard einen der größten Finanzskandale der Nachkriegsgeschichte in Deutschland aus.
Nun ist Klaus Rehnig im Alter von 80 Jahren plötzlich gestorben. (ger)





