Direkt zum Inhaltsbereich

Aufklärung erhöht Vorsorge-Rate

HANNOVER (eb). Nur jeder Fünfte mit erhöhtem Darmkrebsrisiko geht zur Koloskopie. Diese Rate kann offenbar erhöht werden, wenn Verwandte ersten Grades von Darmkrebs-Patienten über ihr Risiko aufgeklärt werden.

Veröffentlicht:

Professor Tim Greten von der Medizinischen Hochschule Hannover hat jetzt die Ergebnisse einer Studie vorgelegt, in der die Teilnahme an der Darmkrebs-Vorsorge bei Risikopatienten untersucht wurde. Das waren Verwandte ersten Grades von Darmkrebs-Patienten, bei denen der Tumor vor dem 60. Lebensjahr diagnostiziert worden war. Von denjenigen Geschwistern, die das Risiko kannten, gingen immerhin 27 Prozent zur Koloskopie. Bei den nicht Aufgeklärten waren es nur 20 Prozent (Annals of Oncology 18, 2007, 1518).

Derzeit wird Verwandten ersten Grades von Darmkrebs-Patienten eine Koloskopie empfohlen, wenn sie ein Alter erreicht haben, das zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des Betroffenen liegt.

Für die Studie verschickten die Kollegen Fragebögen an 602 Patienten, die an Darmkrebs erkrankt und jünger als 60 Jahre waren. 442 (73 Prozent) beantworteten die Fragen, sie waren im Mittel 51 Jahre alt. Gefragt wurde etwa, wie viele Eltern und Geschwister eine Vorsorge wahrgenommen hatten.

Greten wurde für die Studie mit dem Felix Burda Award 2007 und dem Präventionspreis Innere Medizin der Deutschen Stiftung für Innere Medizin ausgezeichnet.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Aufklärung bringt doch etwas!

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Dissoziation

Umgang mit Trauma und PTBS: Was kann die Hausarztpraxis leisten?

Lesetipps
Arzt mit einem Modell des männlichen Harntrakts in der Hand spricht mit einem Patienten.

© Peakstock / stock.adobe.com

Künstliche Intelligenz

Bei urologischen Problemen: Fragen Sie Chatbot „Urobert“

Eine Frau geht Walken im Park. Man sieht nur ihre Beine.

© Robert Kneschke / AdobeStock

Cochrane-Update

Körperliches Training hilft wohl doch kaum bei Hüftarthrose

Die Wissenschaftler arbeiten mit der Annahme, dass die Zellen nach dem „Auftauen“ ihre normalen physiologischen Prozesse wieder aufnehmen.

© Tomorrow.bio

Start-up

Kryokonservierung: Der Traum vom ewigen Leben