Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Aus Alt wird Neu

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Die aktuelle Studie auf Basis von Regensburger Registerdaten zu Metformin als mögliches Therapeutikum bei Patienten mit einem Gliom macht deutlich, dass es ein großes Interesse gibt, bewährte Medikamente für neue Behandlungsfelder wiederzuentdecken.

Das Schlagwort: Drug Repurposing oder Repositioning, also Innovationen auf Basis bewährter Wirkstoffe, wie es in einem Positionspapier des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie heißt. Derzeit laufen allein mit dem Antidiabetikum über 300 Studien, die es bei vielen unterschiedlichen Tumoren prüfen. Das macht Hoffnung.

Wer sich einen Eindruck dazu verschaffen will, was sich generell derzeit bei der Forschung zum Repurposing tut, kann sich etwa auf der Internetseite "RE:fine Drugs" der Ohio State Universität umschauen. Fast 1000 Präparate sind bereits in die interaktive Datenbank aufgenommen worden. Allein für die Indikation Morbus Alzheimer gibt es fast 200 Einträge zu bewährten Arzneimitteln, die bei der neuen Indikation getestet werden.

Die Suche nach neuen Indikationen für etablierte Mittel läuft auf Hochtouren. Längst hat auch die EU-Kommission das Thema auf ihre Agenda gesetzt. Denn der Nutzen ist klar: Die Kosten – und nicht zuletzt der Zeitaufwand – für die Entwicklung einer gut erforschten Arznei für eine neue Indikation sind unvergleichlich niedriger als bei Innovationen, weil die Sicherheit des Präparates nicht mehr belegt werden muss.

Nicht nur der Contergan-Wirkstoff Thalidomid, der ursprünglich gegen Schlafstörungen und inzwischen zur Myelom-Therapie zugelassen ist, ist ein Beispiel dafür, dass sich Forschung zum Repurposing lohnt. Und Studien wie die in Regensburg tragen zum Erfolg bei.

Lesen Sie dazu auch: Metformin: Antidiabetikum gibt Gliompatienten etwas Hoffnung

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Aktuelle explorative Ad-hoc-Analysen der Studien SPOTLIGHT und GLOW: mOS vor und nach Zensierung†

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

CLDN18.2+, HER2− Adenokarzinom des Magens/gastroösophagealen Übergangs

Mit optimiertem Therapiemanagement den Behandlungserfolg mit Zolbetuximab unterstützen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Astellas Pharma GmbH, München
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Lesetipps
Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen

Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose