Erstmals in den USA

Baby nach Gebärmutter-Transplantation geboren

Fortschritt im Kampf gegen Unfruchtbarkeit: In den USA brachte erstmals eine Frau nach einer Gebärmutter-Transplantation ein Kind zur Welt.

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In den USA gebar erstmals eine Frau nach einer Gebärmutter-Transplantation ein Kind.

In den USA gebar erstmals eine Frau nach einer Gebärmutter-Transplantation ein Kind.

© S. Kobold / Fotolia (Symbolbild)

NEW YORK. Erstmals in den USA ist ein Baby nach einer Gebärmutter-Transplantation zur Welt gekommen. Ein Sprecher der Baylor Universität in Dallas (Texas) bestätigte die gelungene Geburt. "Ja, wir haben es geschafft", sagte Michael Patterson. Einzelheiten zu Mutter, Kind und Spenderin der Gebärmutter sollten am Montag bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

Die Geburt sei ein Meilenstein für die Bemühungen, eine Lösung für auf die Gebärmutter zurückgehende Unfruchtbarkeit zu finden, wurde der federführende Arzt, Giuliano Testa, von der Uniklinik zitiert. Weltweit sei es das neunte nach einem solchen Eingriff zur Welt gekommene Baby - daher werde es nun zunächst "Baby Nr. 9" genannt, berichtete die Zeitung "Dallas News".

Als Pionier des riskanten und durchaus umstrittenen Verfahrens gilt der Schwede Mats Brännström, selbst Vater mehrerer Kinder. In seiner Klinik in Göteborg war 2014 Vincent, das erste nach einer Gebärmutter-Transplantation geborene Baby, zur Welt gekommen. Seither wurden dort mehrere weitere Babys nach solchen Eingriffen geboren - das siebte und achte binnen einer Woche in diesem Sommer.

Auch in Deutschland bekamen bereits Patientinnen die Gebärmutter einer Spenderin - etwa ihrer Mutter - eingepflanzt. Babys kamen bisher anschließend noch nicht zur Welt. An der Klinik der Baylor Universität hatten seit 2016 acht Frauen eine gespendete Gebärmutter erhalten. Dem Ende November durch Kaiserschnitt geborenen "Baby Nr. 9" könnte schon bald ein weiteres Kind folgen, hieß es bei "Dallas News".

Allein in Deutschland könnte mit dem Eingriff Schätzungen zufolge bis zu 15 000 Frauen geholfen werden, die keine eigenen Kinder bekommen können, weil sie ohne Gebärmutter geboren wurden oder das Organ durch Operationen verloren haben. Als am erfolgversprechendsten gilt die Transplantation von Organen lebender Verwandter - etwa die Gebärmutter der Mutter oder Schwester. (dpa)

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