Direkt zum Inhaltsbereich

Beim Potenzieren gewinnen Homöopathika an Kraft

Zentral in der Herstellung homöopathischer Medikamente ist das Potenzieren, das mehr ist als nur Verdünnen. Potenz heißt es deshalb, weil ein homöopathisches Arzneimittel dadurch eine besondere Kraft (potentia) entwickelt. Bekannte Potenzen sind die Dezimal (D)- und Centesimal (C)-Potenzen.

Veröffentlicht:

Beim Potenzieren wird für flüssige Mittel ein Teil einer Urtinktur mit neun Teilen Wasser-Alkohol-Gemisch verdünnt. Das Fläschchen mit dem Gemisch wird dann jeweils zehnmal auf einen Moosgummiblock geklopft - so wird per Hand verschüttelt. So entsteht die Potenz D 1. Verdünnt und verschüttelt man einen Teil D 1 mit neun Teilen Wasser-Alkohol-Gemisch, erhält man D 2.

Bei D-Potenzen wird also im Verhältnis 1:10 verdünnt, bei C-Potenzen im Verhältnis 1:100 und bei den Hochpotenzen LM oder Q im Verhältnis 1:50 000. Je höher die Potenz, desto höher der Energiegehalt und stärker die Wirkung.

Hohe D-, alle C- sowie LM-Potenzen bleiben erfahrenen klassischen Homöopathen vorbehalten. Kollegen, die mit Homöopathie noch nicht so erfahren sind, bleiben am besten bei tiefen (D 4 oder D 6) bis mittleren Potenzen (D 12).

Und wie wird dosiert? Nach Auskunft der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) in Karlsruhe sollten bei akuten Beschwerden von D 6 alle 30 Minuten bis jede Stunde fünf Tropfen, fünf Globuli oder eine Tablette bis zum Eintritt einer Besserung gegeben werden, höchstens jedoch sechsmal täglich. Bei D 12 genügen ein- bis zweimal täglich fünf Tropfen, fünf Globuli oder eine Tablette. (ug)

Mehr zum Thema

Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Allianz von Ex-Politikern wirbt für Homöopathie als Krankenkassen-Leistung

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Demenz-Forschung

Alzheimer: Anti-Tau-Therapie verfehlt klinischen Endpunkt

Lesetipps
Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?

Ein Hautarzt untersucht die Haut mit einem Dermatoskop auf Melanom.

© Iryna&Maya / stock.adobe.com

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen