Direkt zum Inhaltsbereich

Berlinerin erhält Preis für Erkenntnisse bei Endometriose

BERLIN (eb). Frauen mit Endometriose haben deshalb Schmerzen, weil Nerven durch den Wachstumsfaktor NGF (nerve growth factor) angeregt werden, in die Herde zu sprießen. Für diese Erkenntnis wurde Privatdozentin Sylvia Mechsner mit dem Förderpreis für Schmerzforschung 2011 ausgezeichnet.

Veröffentlicht:

Den Preis, jährlich vergeben von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e. V., stiftet das Unternehmen Grünenthal.

Im Jahr 2007 hatte Mechsner erstmals Endometriose-assoziierte Nervenfasern nachgewiesen, die von unreifen Gefäßen begleitet sind. Solche Fasern kommen besonders bei Patientinnen mit starken Schmerzen vor.

Dann fand die Berliner Gynäkologin heraus, dass der NGF in der Bauchfellflüssigkeit von Frauen mit Endometriose in signifikant höherer Konzentration vorhanden ist als bei nicht erkrankten Frauen.

In vitro ließ sich das Aussprossen von Nervenfasern durch die Inkubation mit solcher Bauchfellflüssigkeit auslösen und durch NGF-hemmende Substanzen unterdrücken.

Bislang wurden in der Therapie neurogene Schmerzen nicht berücksichtigt. Etwa die Hälfte der zwei Millionen Patientinnen in Deutschland benötigt eine Dauertherapie. Außer den Schmerzen sind die Rezidivraten von 50 bis 80 Prozent nach Op und Hormontherapie ein Problem.

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Podcast Dr. Nele Frerksen-Kirschner

© Porträt: Dr. Nele Freerksen-Kirschner, Universitätsklinik Aachen | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wechseljahresbeschwerden individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gedeon Richter Pharma GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Barrieren abbauen

Menschen mit Behinderung in der Praxis: Kleine Stellschrauben, große Wirkung

Heimische Zoonosen

Wie Sie eine Hantavirus-Infektion erkennen

Lesetipps
Viren schweben über Kot.

© Shawon / Generated with AI / Stock.adobe.com

Heimische Zoonosen

Wie Sie eine Hantavirus-Infektion erkennen