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GIST-Früherkennung

Bluttest spürt Magen-Darm- Tumoren auf

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LEIPZIG. Mit Hilfe einer hochempfindlichen molekularbiologischen Testmethode können Leipziger Uni-Mediziner durch eine Blutuntersuchung Informationen über Zellen von Gastrointestinalen Stroma Tumoren (GIST) gewinnen.

Unter anderem lässt sich dadurch auch frühzeitig erkennen, ob ein Tumor auf die Therapie anspricht oder ob ein Rückfall vorliegt, teilt die Uniklinik Leipzig mit.

Grundlage für den Test ist eine am Uniklinikum Leipzig entwickelte Methode (Clin Cancer Res. 2013; online 5. Juli). Das Verfahren erkennt DNA-Bruchstücke von Krebszellen, die durch Umbauvorgänge des Tumors ins Blut gelangen.

Durch eine weiterführende molekularbiologische Untersuchung, die kleinste Spuren von genetisch veränderter Tumor-DNA nachweisen kann, lassen sich aus den Bruchstücken Informationen darüber gewinnen, ob ein Krebs entsteht und ob die jeweilige Behandlungsmethode den Tumor erfolgreich zurückdrängt.

Damit stehe erstmals ein spezifischer Tumormarker für die Verlaufsuntersuchungen bei dieser Krebsart zur Verfügung, so die Uni Leipzig.

"Das Verfahren ermöglicht uns bei Patienten mit Tumoren im Magendarmtrakt wichtige Aussagen über den Krankheitsverlauf", wird Professor Dietger Niederwieser, Leiter der Abteilung für Hämatologie und Onkologie am Uniklinikum Leipzig, in der Mitteilung zitiert.

Der molekularbiologische Test zeigt auch, ob ein entfernter Tumor wieder aktiv ist und der Krebs wiederkommt. Bisher war dafür eine Untersuchung im MRT oder Computertomografen notwendig.

"Aber auch diese aufwändigen Untersuchungen waren oft nicht spezifisch genug, um uns die für eine weitere Therapie nötigen Informationen zu liefern", so Niederwieser. Zudem könne der Bluttest im Gegensatz zum CT problemlos regelmäßig und in kurzen Zeitabständen wiederholt werden.

In einer ersten Pilotstudie erwies sich das Verfahren als sehr aussagekräftig, wie die UKL-Forscher jetzt in der Fachzeitschrift "Clinical Cancer Research" berichten.

Die inzwischen auch patentierte Methode soll nun in einer gerade gestarteten großen Folgestudie weiter untersucht werden. Grundsätzlich ist eine Anwendung des Verfahrens auch bei anderen Krebsarten denkbar, soweit diese durch analoge Gendefekte in der Erbinformation verursacht werden. (eb)

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