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Ciclosporin behauptet sich in der Dermatologie

MÜNCHEN (wst). Ciclosporin ist in der Dermatologie einer der ersten Wirkstoffe der modernen immunmodulatorischen Behandlung. Bislang ist es für schwere therapieresistente Formen der Psoriasis und des atopischen Ekzems zugelassen. Bei diesen Indikationen hat es sich seitdem vielfach bewährt.

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Bei Patienten, die an schwerer Psoriasis leiden, hat sich Ciclosporin als Mikroemulsion (Immunosporin®) in einer Dosierung von täglich 2,5 bis 5 mg/kg Körpergewicht als günstig erwiesen: Innerhalb von drei Monaten minderten sich bei 70 bis 80 Prozent der Behandelten die Ausdehnung und Schwere der Hauterscheinungen um mindestens 75 Prozent.

Das hat Professor Johannes Norgauer aus Jena bei einer Veranstaltung von Novartis bei der 20. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie in München berichtet. Ein klinisches Ansprechen sollte nach vier bis acht Wochen erkennbar werden. Ciclosporin ist weiterhin gegen die Psoriasis-Arthritis wirksam.

Die Anwendung sei nicht mit Absetzphänomenen verknüpft und die Wirkung werde selbst nach wiederholten Neustarts der Medikation nicht schwächer. Daher sei die Substanz zur bedarfsorientierten Intervalltherapie geeignet. Bei häufigen Rezidiven sei aber auch eine Langzeittherapie möglich, für die meist deutlich niedrigere Dosen als für die Akuttherapie ausreichen.

Da in der Dermatologie weitaus geringere Ciclosporin-Dosen angewandt werden als in der Transplantationsmedizin, seien hier auch die Nebenwirkungen weniger schwerwiegend. Sie seien weitgehend vermeidbar, wenn Serumkreatinin und Blutdruck regelmäßig kontrolliert würden, versicherte Norgauer.

Über gute Erfahrungen mit Ciclosporin bei Patienten mit therapieresistenter atopischer Dermatitis hat Professor Thomas Luger aus Münster berichtet. Meist gingen die Hauterscheinungen innerhalb von zwei Wochen zurück, sagte Luger.

Die Leitlinien zur Anwendung von Ciclosporin in der Dermatologie finden Sie unter http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/013-013.htm

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