30. Geburtstag

DKMS feiert: Hilfe in mehr als 91.000 Fällen

Fast 6000 bisher unbekannte HLA-Genvarianten hat die DKMS bisher typisiert. Zum 30. Geburtstag zieht die Organisation ein positives Fazit.

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Dresden/Köln. Die ehemalige Deutsche Knochenmarkspenderdatei, die heute als DKMS fungiert, zieht anlässlich ihres 30. Geburtstags am 28. Mai, dem Welt-Blutkrebtstag, Bilanz.

Die DKMS habe sich in den drei Jahrzehnten zu einem weltweiten Dateiennetzwerk mit aktuell mehr als 10,76 Millionen registrierten Spendern an sieben Standorten auf fünf Kontinenten entwickelt und sei bei der Vermittlung von Stammzellspenden an Patienten rund um den Globus führend. Bis heute hätten DKMS-Spender mehr als 91.000 Lebenschancen für Patienten in 57 Ländern ermöglicht.

Wichtigen Beitrag zur medizinischen Forschung

Das 2010 in Dresden eröffnete DKMS Life Science Lab (LSL) sei mittlerweile zum weltweit führenden HLA-Typisierungslabor avanciert, heißt es von der Organisation. Rund 1,2 Millionen Proben potenzieller Stammzellspender werden hier demnach jährlich analysiert. Darüber hinaus leiste das DKMS-Labor einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Forschung und Optimierung der Suche nach geeigneten Stammzellspendern.

Fast 6000 bisher unbekannte HLA-Genvarianten (Allele) hätten die Typisierungsspezialisten des LSL dabei bereits entdeckt und der internationalen HLA-Allele-Datenbank zur Verfügung gestellt. Davon profitierten behandelnde Ärzte wie Patienten weltweit. Insgesamt habe das LSL seit 2010 bereits in mehr 34.500 Fällen neue HLA-Allele bei DKMS-Spendern gefunden.

Stammzelltransplantation oftmals letzte Hoffnung

5848 neue Allele hätten sie seither bei der internationalen Datenbank eingereicht. Davon hätten bis heute 3407 einen eigenen Namen erhalten und seien der Referenzdatenbank offiziell hinzugefügt worden. Ab diesem Zeitpunkt sei die Suche nach einer passenden Spender mit einem solchen Allel erst möglich, so die DKMS.

Für viele Blutkrebspatienten sei eine Stammzelltransplantation die letzte Hoffnung, ruft die DKMS in Erinnerung. Diejenigen von ihnen, die keinen Spender in der Familie fänden, seien auf eine Fremdspende angewiesen – jährlich betreffe dies rund 70.000 Menschen weltweit.

Um möglichst vielen von ihnen eine zweite Chance auf Leben zu ermöglichen, registrierten sich pro Jahr mehr als eine Million Menschen bei der Stammzellspenderdatei DKMS. (maw)

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